Ungerichtete Funkfeuer (NDB) in der DDR in den 1950er Jahren

Nur zur geschichtlichen Information, nicht zur Navigation oder zum Fliegen verwenden!
Flugplätze im Kalten Krieg, von Bert Kondruss

Liste der Mittelwellenfunkfeuer / ungerichteten Funkfeuer (NDB) für die Flugnavigation in der ehemaligen DDR ungefähr Ende der 1950er Jahre. Es sind nur zivile Anlagen aufgeführt. Auffällig ist die Mehrfachverwendung von Frequenzen an verschiedenen Standorten, wie sie in späteren Jahren nicht mehr auftrat.

Eine Erläuterung der Spalten und Abkürzungen befindet sich unterhalb der Tabelle.

OrtStationFrequenzKennungPositionBemerkungen
Flughafen Barth398BH
BeeskowStreckenfunkfeuer355BO
BoxbergStreckenfunkfeuer436NO
Flughafen DresdenLOM 22402DN6800 m
''LMM 22454N1310 m
''Platzfunkfeuer370DN
Flughafen ErfurtLOM 28330RF7200 m
''LMM 28410F1000 m
FürstenwaldeStreckenfunkfeuer410BW
Flughafen Karl-Marx-Stadt348M
Flughafen Leipzig-MockauLOM 24335BR4018 m
''LMM 24355B980 m
Flughafen SchönefeldLOM 23211AB
''LMM 23436A
StralsundStreckenfunkfeuer348SL
ZittauStreckenfunkfeuer361ZI

Erläuterungen zur Tabelle


Station: FFF=Fernfunkfeuer, NFF=Nahfunkfeuer, PFF=Platzfunkfeuer, LOM=Locator Outer Marker, LMM=Locator Middle Marker. Bei Funkfeuern an Flugplätzen mit Landerichtung. Bei zwei Landerichtungen gibt die erste die Hauptlanderichtung an, die zweite die Nebenlanderichtung.

Frequenz: Sendefrequenz in kHz.

Kennung: Die als Morsezeichen abgestrahlte Kennung des Funkfeuers. Zwei durch Schrägstrich getrennte Kennungen beziehen sich auf die Haupt- und Nebenlanderichtung. Angaben in Klammern bezeichnen Funkfeuer, die nicht oder nicht durchgehend aufgebaut waren.

Position: Geografischen Koordinaten oder Entfernung von der Landebahnschwelle.

Verwandte Themen

Ungerichtete Funkfeuer (NDB) in der DDR in den 1960er Jahren
Ungerichtete Funkfeuer (NDB) in der DDR in den 1980er Jahren
RSBN-Funkfeuer in der DDR
Funkfrequenzen DDR und Ostberlin
Eureka-Funkfeuer in Deutschland