Berlin: Flughafen Tempelhof

Zentralflughafen

Inhalt
Seite 1: Flugplatz Tempelhof von den Anfängen bis 1945
Seite 2: Tempelhof ab 1945
Nur zur geschichtlichen Information, nicht zur Navigation oder zum Fliegen verwenden!
Koordinaten: N522825 E0132406 (WGS84) Google Maps
HNN: 164 ft
Location Indicator: DDTF (195x), EDBB (196x-1995), EDDI (1995-2008)

Lage Ort

Karte

Lage Ort

Anfänge

Nutzung

Verkehrsflughafen.

Übersicht

Karte aus dem Jahr 1931 - Das Flugzeugsymbol ist die Position des Windrichtungsanzeigers. Der rote Vollkreis rechts leicht darüber steht für die Funkstation, die zwei gezackten Pfeile symbolisieren zwei Funkmasten. Rechts davon der Signalmast. Unterhalb des Schriftzugs "Berlin" der Rauchofen. Die beiden schwarzen Sonnen sind Luftfahrtfeuer. Die roten Zahlen stehen für Hindernishöhen in m über dem Rollfeld einschließlich Blitzableitern und Fahnenstangen. Zahlen in Klammern sind die Höhe ohne Blitzableiter und Fahnenstangen. Das Hindernis im Osten mit einer Höhe von 63 m ist die weiter unten im Text genannte Genezarethkirche am Herrfurthplatz. Sie ist mit einem Hindernisfeuer gesichert. Ihr Turm wurde später in der Höhe reduziert. Von Westen führt eine Straßenbahnlinie zum Flughafengebäude. Im Süden verläuft die Ringbahn. /FHB 1928/
Luftbild von 1928
Schrägluftbild aus den 1920er Jahren - /FHB 1928/

Flugbetriebsflächen

Gute Grasnarbe auf lehmigem Sandboden, keine Sumpfbildung.
Kleinste Rolllänge: In Ost-West-Richtung 1350 m, in Nord-Süd-Richtung 1000 m.
/FHB 1928/

Befeuerung

Turmhaus durch Neonfeuer rot befeuert, 2 km südwestlich des Rollfeldes. 2 rote Neonfeuer in Zylinderform von je 3600 HK auf den Funktürmen. Auf dem Verwaltungsgebäude zwei rote Neonworte: "Berlin". Landefeuer aus grünen, weißen und roten Feuern in Reihe parallel der Windrichtung. Es ist von grün über weiß auf rot hin, rechts der Reihe zu landen. Der Windrichtungsanzeiger in Flugzeugform ist beleuchtet. Die Rollfeldgrenze ist durch rote Feuer von je 5,8 m Neonrohr bezeichnet. Auf Anforderung bei der Flugverkehrsleitung stellt Verwalter Nachtbefeuerung. Im Süden werden mehrere Schornsteine durch Scheinwerfer beleuchtet, im Osten die Turmspitze der Genezarethkirche durch rotes Neonfeuer befeuert. Ein auf 18 m hohem Gerüst fest eingebauter Scheinwerfer wird auf Anforderung in Tätigkeit gesetzt (250 Millionen HK).
/FHB 1928/
Anmerkung: HK steht für Hefnerkerze und wurde als Maß für die Lichtstärke genutzt

Flugfunk

Rufzeichen "ddx". Flugbodenfunk- und peilstelle für Nachrichten und Peilverkehr mit Flugzeugen. Anrufwelle: 333 kHz (900 m).

Einrichtungen

Hallen:
Flugzeughallen I-III: 64,0 x 25,0 m,
Flugzeughallen IV-V: 88,0 x 30,0 m,
Holzhallen 1-2: 50,0 x 20,0 m
Die Hallen enthalten Laufkräne von 0,75 - 1,0 t Tragfähigkeit.
Werkstätten:
Enthalten autogene Schweißanlage, Drehbank, Schlosserei, Tischlerei, Sattlerei und Malerei; elektrischer Strom: 200 Volt Drehstrom. Ersatzteile für alle Verkehrsflugzeugmuster der Deutschen Luft Hansa vorrätig.
Betriebsstoffanlagen:
Für 160 000 l Einheits-Betriebsstoff der Deutschen Luft Hansa.
Unterbringung von Fluggästen:
Vorläufig in der Stadt. Restaurant im Verwaltungsgebäude.
Erste Hilfe bei Unglücksfällen:
Sanitätsraum mit Heilgehilfen vorhanden. Nächster Arzt im Urbankrankenhaus (1 1/2 km Entfernung).
Zoll, Post, Paßstelle:
Zollflughafen. Postamt mit Fernsprecher und Rohrpostanlage vorhanden. Paßkontrolle durch Polizeiflugwache.
Verbindungen:
Zubringerdienst zu Zeiten planmäßiger Starts und Landungen. Kraftdroschken jederzeit zu erhalten. Elektrische Straßenbahn am Verwaltungsgebäude. U-Bahn und Ringbahn in der Nähe.
/FHB 1928/

Bilder

Ausschnittsvergrößerung: Westliche Seite (1928)
Ausschnittsvergrößerung: Östliche Seite mit Flugzeugen (1928)
/LABW 5-94918-1/
/5-94932-1/

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