Cottbus: Flugplatz

Nur zur geschichtlichen Information, nicht zur Navigation oder zum Fliegen verwenden!
Koordinaten: N514606 E0141737 (WGS84)
Karte: Google Maps
HNN: 67 m
Location Indicator: ETCB (198x), EDPC, ETHT
Betreiber: NVA LSK/LV, LaSK
Flugplatz-Nummer: 2060

Lage Ort

Ehemalige DDR, Bezirk Cottbus;
heute Bundesland Brandenburg.
Deutschland im Kalten Krieg

Lage Flugplatz

Nordwestliche Stadtgrenze von Cottbus, Ernst-Heilmann-Weg

Im Zweiten Weltkrieg

Nutzung

Fliegerhorst der Luftwaffe.

Situation

Der Fliegerhorst Cottbus im Zweiten Weltkrieg auf einer US-Karte aus dem Jahr 194x - (McMaster University Library Digital Archive, Lizenz: Creative Commons Attribution-NonCommercial 2.5 CC BY-NC 2.5 CA /MULDA/)

Im Kalten Krieg

Nutzung

Flugplatz der Luftstreitkräfte/Luftverteidigung (LSK/LV) der NVA, bis 1982 belegt durch das Jagdgeschwader 1 (JG-1), das auf den Flugplatz Holzdorf verlegte. Anschließend Basis des Kampfhubschraubergeschwaders 3 (KHG-3) der NVA-Landstreitkräfte. Der Flugplatz hatte in der NVA die Nummer 2060.

Situation

Der Flugplatz Cottbus auf einer Karte des US-Verteidigungsministeriums aus dem Jahr 1972 - (ONC E-2 (1972), Perry-Castañeda Library Map Collection, University of Texas at Austin /PCL MC/)

Start- und Landebahnen

Angaben für das Jahr 1990:
  • 08/26: 2360 x 60 Beton/Bitumen
  • 08/26: 2200 x 35 Gras südlich der befestigten Bahn
Die Höhen der Schwellen über NN betrugen: Schwelle Ost 65 m und Schwelle West 69 m.

Funkfeuer

Angaben für die 1970er Jahre:
  • FFF 26: 321 "MR"
  • NFF: 639 "M"
Angaben für das Jahr 1990:
  • FFF 26: 505.5 "MR", 4400 m
  • NFF 26: 1030.5 "M", 1020 m
  • FFF 08: 495 "RM", 3480 m
  • NFF 08: 1030.5 "R", 880 m
Die Kennungen wurden wie im Warschauer Pakt üblich aus dem ersten und letzten Buchstaben des Rufzeichens (MONTUR) abgeleitet.

Flugfunk

Das Rufzeichen des Platzes war MONTUR (bekannt für die 1970er und 1980er Jahre).
Flugleiter MONTUR-START 133,5 (K-7), 124,0 (K-1)

Telefon

Der Flugplatz war erreichbar über das Sondernetz/Stabsnetz S1 unter der Nummer 9445. Der Tarnname war "Glasfaser" (bekannt für 1990).

Karten

Nachfolgende Karten stammen aus dem 'Verzeichnis 012 - Flugnavigationsinformationen der Flugplätze der NVA und der Grenztruppen der DDR' aus dem Jahre 1989. Das Dokument war 'Geheime Verschlußsache' (GVS C1 184 400).
Lage des Flugplatzes. Der Meldepunkt KOBUS befand sich auf der Luftstraße A4 unmittelbar östlich des Flugplatzes.
Abflugverfahren vom Flugplatz auf die Luftstraße A4 in nördliche und südliche Richtung.
OSP-Anflug (NDB) in Hauptlanderichtung 258°
OSP-Anflug (NDB) in Nebenlanderichtung 078°
Flugplatzkarte. Der Platz lag am nordwestlichen Rand von Cottbus.

Einheiten

1970er: JG-1
1990: KHG-3: Mi-8TB, Mi-24D (PF 13050)
HSFA-103: Mi-2, Mi-9 (PF 13042)
VFK-1: An-2, Z-43 (PF 44117)

Liegenschaften

NVA-Objekt 06/006
Dabei steht die 06 für den Bezirk Cottbus. Die 006 ist eine laufende Nummer innerhalb des Bezirks.

Einrichtungen

Es gab einen Eisenbahnanschluss, der vom Süden aus Richtung Bahnhof Cottbus durch die Pappelallee führte und ungefähr auf Höhe der östlichen Landebahnschwelle auf das nördliche Flugplatzgelände schwenkte.

Heute

Nutzung

Nach der Wende wurde der Flugplatz von Heeresfliegern der Bundeswehr verwendet. Jetzt geschlossen. Luftfahrtmuseum.

Bilder

Nachfolgende BIlder vom Flugplatz Cottbus wurden am Tag des offenen Denkmals im Jahr 2005 aufgenommen. Sie wurden freundlicherweise von Wolfgang Heidenreich zur Verfügung gestellt, dem ich herzlich danke.
Flugleitung von vorne
Flugleitung Eingang
Hangar und Flugleitung
Blick in einen Hangar
Gebäude der Flugleitung
Blick auf das Vorfeld

Links

Literatur

  • Ries, Karl; Dierich, Wolfgang: "Fliegerhorste und Einsatzhäfen der Luftwaffe" Motorbuch Verlag Stuttgart, 1993 - u.a. Alliierte Planskizze aus dem 2. Weltkrieg

Flugplätze in der Umgebung

Folge mil-airfields auf Facebook