Leipzig: Flughafen Leipzig-Mockau

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Die Geschichte der Flugplätze im Kalten Krieg: Leipzig-Mockau
von Bert Kondruß
Koordinaten: N512339 E0122426 (WGS84) Google Maps
HNN: 430 ft
Location Indicator: EDXL (196x), ETLM (198x)

Lage Ort

Ehemalige DDR, Bezirk Leipzig;
heute Bundesland (Freistaat) Sachsen.
Karte mit Lage Flugplatz Leipzig Mockau
Deutschland im Kalten Krieg
Karte

Allgemein

Der Flugplatz Leipzig-Mockau wurde 1913 eröffnet, auf dem Gelände wurde u.a. eine große Luftschiffhalle erbaut. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Mockau der Verkehrsflughafen für Leipzig, bis er in dieser Funktion ab 1926 nach und nach durch den neu erbauten Flughafen Schkeuditz abgelöst wurde. Während des Zweiten Weltkriegs waren in Mockau hauptsächlich Flugzeugwerke angesiedelt.
In den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg war der Platz vermutlich wenig oder gar nicht genutzt. Ab 1949 fand über Mockau regelmäßig der Flugverkehr zur Leipziger Messe statt. Später wurde der Flughafen auch im DDR-Inlandsflugverkehr bedient. Für den Einsatz moderner Flugzeuge wurde die Start- und Landebahn verlängert, was jedoch aufgrund der Lage mit der Autobahn im Norden und der Stadt im Süden an Grenzen stieß. Deshalb wurde ab den 1960er Jahren der Messeflugverkehr auf den Flughafen Schkeuditz verlegt. Im Jahr 1972 zog auch der DDR-Inlandsverkehr nach Schkeuditz um, danach blieb der Platz Basis für den Agrarflug sowie für die vormilitärische Gesellschaft für Sport und Technik (GST). Nach der Wende wurde der Flugplatz Mockau noch kurze Zeit genutzt, bis er 1991 endgültig geschlossen wurde. Hier entstand dann ein Industrie- und Messegelände.

Lage Flugplatz

Nordrand von Leipzig, südlich der Autobahn A14 zwischen den Anschlussstellen AS23 und AS24.

1920er/1930er Jahre

Unternehmer/Verwalter

Leipziger Luftschiffhafen- und Flugplatz A. G., Leipzig
Stadtbüro: Leipzig, Neumarkt 40
Flughafen: Leipzig N 21, Dübener Landstraße
Drahtanschrift: Lefag Leipzig
(1928)

Situation

Flughafen Leipzig-Mockau Karte 1928
Die Flughäfen Leipzig-Mockau (roter Kreis) und Schkeuditz (links oben) auf einer Karte aus dem Jahr 1928

Übersicht

Karte Flughafen Leipzig Mockau 1928
Flughafen Leipzig Mockau (1928)
Luftbild Flugplatz Leipzig Mockau ca. 1928
Luftbild mit Blick nach Osten (ca. 1928)

Kennzeichen des Flughafens bei Tag

Im Rollfeld schwarzer Kreis von 50 m Durchmesser mit Rauchofen. Auf weißer Zementplatte die schwarze Inschrift "Leipzig". Landezeichen liegt ständig aus. Rot-weißer Windsack auf dem Fabrikgebäude nördlich des Flughafens. Völkerschlacht-Denkmal 9 km südlich des Rollfeldes.

Kennzeichen des Flughafens bei Nacht

Ständige Nachtbefeuerung nicht vorhanden. Auf Anforderung beim Unternehmer und wenn sich ein Flugzeug in hörbarer Nähe des Flughafens befindet: Drehspiegelfeuer von 740 000 HK auf Aussichtsturm des Flughafenhotels. Das Feuer zeigt Blinkgruppen von 2 Blinken und wird ausgeschaltet, sobald das Flugzeug zur Landung ansetzt. Auf rechtzeitige Anforderung beim Unternehmer Landefeuer aus grünen,weißen und roten Feuern in Reihe parallel der Windrichtung. Es ist von grün über weiß auf rot hin, rechts der Reihe zu landen. Bei Notlandungen Landefeuer aus Fackeln. Es ist zwischen zwei weißen auf eine rote Fackel hin zu landen.

Start- und Landebahnen

Gelände: Gute Grasnarbe auf trockenem Untergrund.
Kleinste Rollänge: In Nordsüd-Richtung 700 m.

Verkehrsgesellschaften

Aero-Expreß-Luftbetrieb G.m.b.H., Leipzig
Nordbayerische Verkehrsflug-G.m.b.H., Leipzig
(1928)

Hallen/Hangars

Flugzeughalle I: 30,0 x 18,5 m,
Flugzeughalle II: 40,0 x 30,0 m.
In jeder Halle ein Laufkran von je 1,5 t Tragfähigkeit.

Werkstätten

Ersatzteile für alle deutschen Motorenmuster vorrätig.

Betriebsstoffanlagen

Für 20.000 l Benzin und Benzol. Stets 5000 l Shellbezin und 4000 l Dapolin vorrätig.

Gleisanschluss

1 Stirn- und 3 Seitenrampen vorhanden.

Erste Hilfe bei Unglücksfällen

Sanitätsraum vorhanden. Nächster Arzt im St. Georg-Krankenhaus (1 km Entfernung).

Zoll, Post, Paßstelle

Postagentur mit Fernsprecher vorhanden. Paß-Kontrolle durch Polizeiflugwache.

Unterbringung von Fluggästen

Im Flughafenhotel.

Verbindungen

Kraftdroschken auf Anruf zu erhalten.
Elektrische Straßenbahn in der Nähe.

Bilder

Flugzeuge Junkers F 13 in Leipzig Mockau
Originaltitel "Ankunft in Leipzig" (1923)
Flugzeug Junkers G 23 Leipzig Mockau
Junkers G 23 "Baden" D 543 vor dem Direktflug Leipzig/Mockau-Kopenhagen im März 1924
Junkers-Flugzeuge zur Leipziger Messe (1925)
Flugzeuge zur Leipziger Messe (1925)

Im Zweiten Weltkrieg

Situation

Karte Leipzig Mockau im Zweiten Weltkrieg
Leipzig Mockau auf einer US-Karte aus dem Jahr 1944 - (McMaster University Library Digital Archive, Lizenz: Creative Commons Attribution-NonCommercial 2.5 CC BY-NC 2.5 CA /MULDA/)

Übersicht

Karte vom Flugplatz Leipzig-Mockau
Der Flugplatz Leipzig-Mockau auf einer US-amerikanischen Karte aus dem Jahre 195x - Auf der Karte gut erkennbar sind die beschränkten Möglichkeiten zum Ausbau des Platzes: im Norden verläuft die Autobahn, im Süden ist die Stadt (AMS M841 GSGS 4414, Courtesy Harold B. Lee Library, Brigham Young University /BYU/)

Im Kalten Krieg

Nutzung

Verkehrsflughafen für Leipzig, später Agrarflug und GST.

1940er Jahre

Historie

CIA-Bericht über den Juni und Juli 1949

29. Juni 1949 Deutsche Arbeiter einer Baufirma haben im südwestlichen Teil des Flugplatzes LEIPZIG-MOCKAU (N 52/E 32) Reparaturarbeiten durchgeführt. Drei 4x4-Meter große Löcher, etwa 1,5 m tief, wurden gegraben und Rohrabschnitte, Durchmesser 75 mm, lagen in der Nähe. Ein leerer Zug von 50 offenen Güterwagen stand auf dem Bahngleis. Der Platz wurde von der deutschen "Volkspolizei" bewacht.
05. Juli 1949 Der Flugplatz LEIPZIG-MOCKAU, obwohl nicht belegt, wurde von der deutschen "Volkspolizei" bewacht. Ein ... und ein ... kamen auf den Platz, um leere Benzinfässer zu laden.
20. Juli 1949 Der Flugplatz LEIPZIG-MOCKAU war nicht mit Soldaten oder Flugzeugen belegt. Die Landebahn war intakt und das Landefeld mit hohem Gras bedeckt. Alle Gebäude außer der Flugleitung, dem Hauptgebäude und einem Hangar waren zerstört. Deutsche Arbeiter machten Bauarbeiten.
AnmerkungDer Bericht zeigt, dass der Flugplatz LEIPZIG-MOCKAU nicht von einer fliegenden Einheit belegt ist. Aus den auf dem Platz beobachteten Bauarbeiten wird gefolgert, dass der Flugplatz wieder belegt werden soll. Das gemeldete Kraftfahrzeug ... zum Lufttransportregiment, stationiert in ALTENBURG.
Quelle: /CIA RDP82-00457R003200660017-3/

CIA-Bericht über den August 1949

16. August 1949 Der Flugplatz LEIPZIG-MOCKAU (N 52/E 21) war nicht mit sowjetischen Militäreinheiten belegt. Etwa 30 deutsche Arbeiter waren damit beschäftigt, Löcher und Krater auf dem Flugplatz zu füllen.
16. bis 18. August 1949 Der Flugplatz LEIPZIG-MOCKAU war unbelegt und unbenutzt. Alle Flugplatzeinrichtungen, mit Ausnahme des ehemaligen Flughafenrestaurants, das neu eingerichtet worden war, waren zerstört. Ein langer Güterzug stand auf dem Bahngleis des Platzes. Ein deutsches Polizei-Komando wurde in einem Unterkunftsgebäude am Rande des Platzes beobachtet. Der Landeplatz war nutzbar. Rand- und Hindernisleuchten wurden nicht gesehen.
18. August 1949 Der Flugplatz LEIPZIG-MOCKAU war nicht von Sowjets belegt. Zwölf bis 15 deutsche Arbeiter waren mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Die Flugplatzgebäude waren abgerissen. Es wurden keine technischen Einrichtungen beobachtet.
Anmerkung Drei unabhängige Quellen stimmen darin überein, dass der Flugplatz LEIPZIG-MOCKAU nicht von einer fliegenden Einheit belegt ist. Nach diesem Bericht, der als glaubwürdig angesehen wird, hat sich die Belegung des Platzes seit dem 20. Juli 1949 nicht verändert. Die Aussage, dass das Flughafenrestaurant neu eingerichtet wurde, wurde durch einen Pressebericht bestätigt, nach dem der Flugplatz LEIPZIG-MOCKAU für die Nutzung durch Verkehrsflugzeuge während der LEIPZIGER Herbstmesse geplant ist..
Quelle: /CIA RDP82-00457R003400290001-6/

CIA-Bericht über den August 1949

Der Flugplatz LEIPZIG-MOCKAU (N 52/E 21) war vom 16. bis 18. August 1949 nicht belegt. Das Flugplatzverwaltungsgebäude und einige andere Ziegel- und Holzbauten an der Westgrenze des Platzes waren intakt. In einem dieser Gebäude war eine Polizeieinheit von etwa zehn Mann untergebracht. Auf dem Bahngleis standen leere Güterwagen. Die Betankungseinrichtungen an der südwestlichen Ecke des Landeplatzes waren abgerissen.
Anmerkung: Der Bericht bestätigt Beobachtungen, die in der selben Zeit durch ... gemacht wurden.
Quelle: /CIA RDP82-00457R003400380010-6/

CIA-Bericht über den September 1949

20. September 1949 Es waren keine sowjetischen Flugzeuge im Flugplatz LEIPZIG-MOCKAU (N 52/E 21) stationiert. Ein paar deutsche Arbeiter waren mit der Nivellierung beschäftigt. In der Nacht branten einige Hindernislichter in Flugplatznähe.
Anmerkung Die Aussage, dass keine Flugzeuge am Flugplatz stationiert waren, entspricht den vorherigen Informationen. Die Anzeichen deuten darauf hin, dass der Platz in naher Zukunft nicht von fliegenden Einheiten belegt wird.
Quelle: /CIA RDP82-00457R003900480008-3/

CIA-Bericht über den September 1949

1. Am 29. September 1949 war der Flugplatz Mockau (E21) nicht von sowjetischen Luftwaffeneinheiten belegt. Die Anwohner sagten, dass die letzten Flugzeuge Transporter waren, die während der letzten Leipziger Messezeit ankamen. Der Platz wurde zum Zeitpunkt der Beobachtung nicht bewacht.
2. Der Flugplatz Mockau liegt nördlich von Leipzig zwischen der Bahnlinie Mockau-Delitzsch und der Autobahn. Sein Landestreifen ist aus Beton und misst 1.000 x 40 Meter. Es gibt auch Rollwege. Der Rest des Platzes ist mit kurzem Gras bedeckt und wurde im Krieg nicht durch Bombenangriffe beschädigt. Es eignet sich für die sofortige Nutzung von allen Arten von Flugzeugen, einschließlich Strahlflugzeugen.
3. Alle Hauptgebäude und technischen Einrichtungen wurden zerstört, und der Platz hat keine Hangars, Treibstofflager oder Nachtbefeuerung.
Quelle: /CIA RDP82-00457R003700210002-0/

CIA-Bericht über den Oktober 1949

12 Oktober 1949 Der Flugplatz LEIPZIG-MOCKAU (N 52/E 21) war nicht durch die sowjetischen Luftstreitkräfte belegt.
17. Oktober 1949 Der Platz war nicht belegt, aber bewacht. Die Landebahn und die Rollwege waren nutzbar. Es wurde keine Arbeiten beobachtet.
17. Oktober 1949 Nicht von sowjetischen Luftwaffen-Truppen belegt. Mehrere Warnschilder waren am Rand des Feldes errichtet worden. Eine deutsche "Volkspolizei"-Wache wurde am westlichen Rand untergebracht. Alle Hangars waren zerstört. Es gab rote Hindernislichter um den Flugplatz.
Anmerkung Der Bericht bestätigt, dass der Flugplatz nicht mit einer fliegenden Einheit belegt ist. Der Zustand des Feldes hat sich seit dem 20. September 1949 offensichtlich nicht verändert. Der Landeplatz ist intakt.
Quelle: /CIA RDP82-00457R004100180008-3/

CIA-Bericht über den November 1949

09. November 1949 Der Flugplatz LEIPZIG-MOCKAU (N 52/E 21) war nutzbar, aber nicht von der sowjetischen Luftwaffe besetzt.
16. November 1949 Der Platz war nicht durch Flugzeuge oder Mannschaften der sowjetischen Luftwaffe belegt. Er wurde von deutschen "Volkspolizei"-Streifen bewacht. Am Rand des Platzes wurden Warnschilder errichtet. Die Wracks von ausgeschlachteten Eisenbahnwagen standen auf dem Bahngleis. Es wurden keine Bauarbeiten durchgeführt. Die roten Hindernislichter in der Umgebung des Platzes wurden nachts eingeschaltet.
Anmerkung Die Belegung und der Zustand des Platzes haben sich seit den letzten Beobachtungen vom Oktober 1949 nicht geändert. Auf dem Platz ist keine Luftwaffeneinheit stationiert.
Quelle: /CIA RDP82-00457R004100550012-7/

1950er Jahre

Start- und Landebahnen

  • 06/24: 1200 m x 50/76 m

Funkfeuer

  • LOM 25: 335 "BR", 4018 m zur Schwelle 25
  • LMM 25: 355 "B", 980 m zur Schwelle 25

Hindernisse

Im Westen Flughafengebäude 25 m,
2 km 240° Schornstein 45 m,
3,5 km 200° Schornstein,
2 km 205° Schornstein 30 m,
in Startrichtung 243° große Eisenbahnbrücke.

Bilder

Flughafengebäude Leipzig Mockau 1956
Das Flughafengebäude am 30.08.1956 - Quelle: Bundesarchiv,  Bild 183-41100-0005, Zentralbild Naumann / CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Kontrollturm 1959
Der Kontrollturm am 03.01.1959 - Quelle: Bundesarchiv, Bild 183-61199-0001, Zentralbild Schmidt / CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Il-14 der Deutschen Lufthansa der DDR in Mockau
Eine Il-14 der Deutschen Lufthansa der DDR am 30.08.1956 - Quelle: Bundesarchiv, Bild 183-41100-0006, Zentralbild Neumann / CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Il-14 Aeroflot in Leipzig
Il-14 der sowjetischen Aeroflot in Mockau am 01.03.1957 - Es könnte sich um die СССР-Л1897 oder СССР-Л1887 handeln. Quelle: Bundesarchiv, Bild 183-04500-0016 / CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
Il-14 Tarom
Il-14 YR-ILE der rumänischen Tarom am 02.10.1957 - Quelle: Bundesarchiv, Bild 183-50000-0001,  Zentralbild Benjach / CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

1960er Jahre

Nutzung

Flughafen für Leipzig
Betreiber: Interflug, Betriebsteil Flughäfen, Flughafen Leipzig
DDR-Flughäfen hatten zu diesem Zeitpunkt Ortskennungen im Bereich EDX..., Leipzig-Mockau hatte EDXL.

Übersicht

Karte des Flughafens Leipzig-Mockau aus dem Jahr 1960
Karte des Flughafens Leipzig-Mockau aus dem Jahr 1960 - (Quelle: CIA)
Luftbild Flugplatz Mockau 1960er oder 1970er Jahre
Luftbild aus den 1960er oder 1970er Jahren - Das Luftbild stammt aus der NVA-Dienstvorschrift "A 042/1/003 Auswertung von Luftbildern" von 1973. Sie war bis 1987 als "Vertrauliche Verschlußsache" klassifiziert. Bildunterschrift "Stadtrand einer Großstadt, M(b) etwa 1:18 000.". Vermutlich aus Tarnungsgründen war es um ca. 90° gedreht abgebildet. 1 - Start- und Landebahn; 2 - Hangar mit Vorfeld; 3 - Flugsteig und Kontrollturm; 4 - Abfertigung. Auf dem Vorfeld sind 3 größere Flugzeuge erkennbar, eventuell Il-14. Vor dem Hangar stehen zwei kleinere Flugzeuge.

Start- und Landebahnen

  • 07/25: 1500 m x 45/75/45 m Beton

Funkfeuer

  • LOM 25: 335 "LG", 3,89 km zur Schwelle 25
  • LMM 25: 425 "L", 0,91 km zur Schwelle 25
  • LMM 07: 425 "G", 1,90 km zur Schwelle 07
  • KGSP 25: 110.3

Flugfunk

  • Leipzig Tower 3023.5 (HF), 124.7, 119.7

Telefon

Leipzig 50166, 52648, 52649

Fernschreiber

051349 INTERFLUG LZG

Flugwetterwarte

Die Flugwetterwarte hatte die Nummer 10470.

1970er Jahre

Situation

Karte der Flugplätze in der Umgebung von Leipzig
Der Flughafen Leipzig-Mockau auf einer Karte des US-Verteidigungsministeriums aus dem Jahr 1972 - In diesem Jahr wurde der restliche Luftverkehr von Leipzig Mockau nach Schkeuditz verlagert.

1980er und frühe 1990er Jahre

Nutzung

Der Flugplatz wird von der Interflug, Betrieb Agrarflug für die Agrarflug-Ausbildung genutzt. Außerdem fliegt die vormilitärische Gesellschaft für Sport und Technik (GST) in Mockau.

Start- und Landebahnen

  • 07/25: 1500 m x 45 m Beton
  • 07/25: 1000 m x 200 m Gras
  • 07/25: 1000 m x 200 m Gras
Das Protokoll des Nationalen Verteidigungsrates vom 11.11.1985 nennt für den Flugplatz Leipzig-Mockau einen Bedarf zur Rekonstruktion der gesamten Flugbetriebsflächen. Die Kosten werden mit ca. 25 Mio M angegeben, ein Termin ist nicht festgelegt. (Quelle: Bundesarchiv)

Telefon

Interflug Betrieb Agrarflug: 0941/55191, Fluggespräche: 52605, Abt. Materialwirtschaft: 52867

Fernschreiber

Interflug Betrieb Agrarflug: 051349, 051363 IFLM DD

Anschlussstrecken VFR

Anschlussstrecken zu den örtlichen Fluglinien (1982)

Leipzig-Mockau, Kreuma, Delitzsch, Brehna, Autobahn bis nach der örtlichen Fluglinie 25 (Streckenabschnitt Gerbstedt-Bad Düben)
Leipzig-Mockau, Autobahnabfahrt Taucha, Wurzen, kürzester Flugweg nach der örtlichen Fluglinie Nr. 34 (Streckenabschnitt Mockrehna-Mutzschen)
Leipzig-Mockau, Autobahnabfahrt Taucha, Holzhausen, Markkleeberg, Eythra, Lucka auf der örtlichen Fluglinie Nr. 42 (Streckenabschnitt Kitzscher-Zeitz)
Leipzig-Mockau, Autobahnabfahrt Taucha, Holzhausen, Markkleeberg, Eythra, Laucha, kürzester Flugweg nach der örtlichen Fluglinie Nr. 12 (Streckenabschnitt Schraplau-Jena)

Standardflugstrecken

Flugstrecken für Ausbildungsflüge der Abteilung Fliegerische Aus- und Weiterbildung, Staffel Agrarflug (der Interflug) (1982)

1. Leipzig-Mockau - Rackwitz 81/18b - Försterei Wellaune 79/19d - Wassermühle Gröbern 78/19c - Försterei Schleesen 77/19b - Österritz (Meuro) 78/20b - Försterei Trossin 79/21b - Försterei Gräfendorf (Wildenhain) 80/21b - Bhf. Dornreichenbach 82/21b- Rackwitz 81/18b - Leipzig-Mockau. Flughöhe: 50 m AGL.
2. Leipzig-Mockau - Rackwitz 81/18b - Wassermühle Burgkemnitz 78/18c - Wassermühle Reinharz 78/20b - Försterei Steinsdorf (Schweinitz) 77/23a - Plossig 78/22d - Ausbau Süptitz 79/22c - Försterei Battaune 80/20b - Rackwitz 81/18b - Leipzig-Mockau. Flughöhe: 50 m AGL.
3. Leipzig-Mockau - Rackwitz 81/18b - Försterei Tornau 79/20a - Försterei Naderkau (Schlessen) 77/19a - Wassermühle Ateritz 77/20c - Försterei Tornau 79/20a - Merschwitz (Elbe) 78/21a - Försterei Roitzsch 79/21c - Rackwitz 81/18b - Leipzig-Mockau. Flughöhe: 50 m AGL.
4. Leipzig-Mockau - Rackwitz 81/18b - Roitzschora 79/19c - Försterei Schköna 78/19c - Försterei Arnsdorf 77/22b - Sachau (Elbe) 78/21d - Vogelsang (Elbe) 79/22a - Försterei Wermsdorf 83/22b - Wassermühle Thallwitz 81/20b - Krensitz 80/19c - Leipzig-Mockau. Flughöhe: 50 m AGL.

Heute

Nutzung

Flugplatz ist geschlossen, Nutzung als Gewerbegebiet. Einzelne Gebäude sind noch vorhanden.

Links

Literatur

  • Ries, Karl; Dierich, Wolfgang: "Fliegerhorste und Einsatzhäfen der Luftwaffe" Motorbuch Verlag Stuttgart, 1993 - Alliierte Planskizze von Mockau
  • Michels, Jürgen; Werner, Jochen: "Luftfahrt Ost 1945-1990" Bernard & Graefe Verlag, Bonn, 1994 - Kurze Beschreibung
  • Grenzdörfer, Joachim; Seifert, Karl-Dieter: "Geschichte der ostdeutschen Verkehrsflughäfen" Bernard & Graefe Verlag, Bonn, 1997 - Beschreibung der Geschichte seit 1912, Bilder, Pläne
  • Freundt, Lutz: "Sowjetische Fliegerkräfte in Deutschland 1945-1994, Band 2" Freundt Eigenverlag, Diepholz 1999 - Kurze Beschreibung der Nachkriegsgeschichte, Luftbild 1953
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