Meiningen: Flugplatz / Hubschrauberlandeplatz

Nur zur geschichtlichen Information, nicht zur Navigation oder zum Fliegen verwenden!
Koordinaten: N503413 E0102656 (WGS84) Google Maps

Lage Ort

Ehemalige DDR, Bezirk Suhl;
heute Bundesland (Freistaat) Thüringen.
Deutschland im Kalten Krieg
Karte

Lage Flugplatz

Der Flugplatz befand sich a. 2 km östlich von Meiningen, auf dem Rohrer Berg

1920er/1930er Jahre

Nutzung

Der Flugplatz wurde in den 1920er Jahren als Verkehrsflugplatz eröffnet.

Flugplan

Sommer 1928

Der Flugplan für den Sommer 1928 weist folgende Linienflüge aus:
(Tage: 1=Montag ... 7=Sonntag)
304 Rudolstadt/Saalfeld - Weimar - Erfurt (Nord) - Meiningen - Schweinfurt/Bad Kissingen - Fürth (Atzenhof)
  • Nordbayerische Verkehrsflug G. m. b. H.:
    123456– | Rudolstadt/Saalfeld 07:20 - 07:40 Weimar 07:50 - 08:00 Erfurt 08:15 - 09:00 Meiningen 09:20 - 09:55 Schweinfurt/Bad Kissingen 10:10 - 10:55 Fürth
    Weimar wird nur bei Bedarf angeflogen
  • Nordbayerische Verkehrsflug G. m. b. H.:
    123456– | Fürth 07:25 - 08:10 Schweinfurt/Bad Kissingen 08:25 - 09:00 Meiningen 09:15 - 10:00 Erfurt 10:15 - 10:25 Weimar 10:35 - 10:55 Rudolstadt/Saalfeld
    Weimar wird nur bei Bedarf angeflogen
Abflüge und Ankünfte nach Uhrzeit
TageZeitAbf/AnkRouteFluggesellschaftFlugzeugtypnach/von
123456–09:00Ank304Nordbayerische Verkehrsflug G. m. b. H.Fürth - Schweinfurt/Bad Kissingen
123456–09:00Ank304Nordbayerische Verkehrsflug G. m. b. H.Rudolstadt/Saalfeld - Weimar - Erfurt
123456–09:15Abf304Nordbayerische Verkehrsflug G. m. b. H.Erfurt - Weimar - Rudolstadt/Saalfeld
123456–09:20Abf304Nordbayerische Verkehrsflug G. m. b. H.Schweinfurt/Bad Kissingen - Fürth

Im Kalten Krieg

Nutzung

Der Platz wurde als Landeplatz der Hubschrauberstaffel 16 (HS-16) der ehemaligen DDR-Grenztruppen verwendet. Er wurde in der NVA unter der Flugplatz-Nummer 2004 geführt.

Situation

Der Flugplatz Meiningen auf einer Karte des US-Verteidigungsministeriums aus dem Jahr 1972 - (ONC E-2 (1972), Perry-Castañeda Library Map Collection, University of Texas at Austin /PCL MC/)

Start- und Landebahnen

Das Flugfeld hat eine Abmessung von 600m x 400 m.

Funkfeuer

Angaben für das Jahr 1990:
  • : 367,0 "WS", am Flugplatz

Flugfunk

Der Flugplatz hatte das Rufzeichen WÜSTENFUCHS.

Telefon

Telefonisch war der Platz im Sondernetz/Stabsnetz S1 über die Nummer 7444-88 des Grenzregiments 9 erreichbar, der Tarnname war "Preßluftbohrer 39".

Heute

Nutzung

Der Flugplatz ist geschlossen, das Gelände kann nicht begangen werden.

Bilder

Die folgenden Bilder wurden im Oktober 2008 aufgenommen und wurden von SK bereit gestellt, der ich herzlich danke!
Einfahrt und Gebäude. Links hinter dem Zaun befand sich möglicherweise die Wache (KDP).
Vergrößerung: Gebäude der Flugleitung?, Ampel (Zweck?), Antenne
Nordwestliches Gebäude
Vergrößerung: dreieckiges Hindernisfeuer auf dem nordwestlichen Gebäude
Blick über das Flugfeld. Das Panorama wurde mit Hilfe von AutoStich (www.autostitch.net) aus 3 Einzelbildern zusammen gesetzt. Entsprechend der FS-Szenerie hat sich auf der Plattform in der Mitte des Bildes ein Gebäude befunden.

Links

Literatur

  • Grenzdörfer, Joachim; Seifert, Karl-Dieter: "Geschichte der ostdeutschen Verkehrsflughäfen" Bernard & Graefe Verlag, Bonn, 1997 - Beschreibung der Zeit zwischen 1927 und 1938, Karten, Luftbild

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