Albertshof: Flugplatz

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Die Geschichte der Flugplätze im Kalten Krieg: Albertshof
von Bert Kondruß
Koordinaten: N524135 E0133907 ca. (WGS84) Google Maps (ungefähre Position)

Lage Ort

Ehemalige DDR, Bezirk Frankfurt/O;
heute Bundesland Brandenburg.
Lage Flugplatz Albertshof (Rüdnitz)
Deutschland im Kalten Krieg
Karte

Allgemein

Albertshof war ein kleiner Landeplatz der sowjetischen Streitkräfte, der 1948 in Betrieb genommen wurde. Vermutlich war er nur wenige Jahre in Nutzung. Heute ist der Flugplatz geschlossen, die (vermutete) Fläche wird landwirtschaftlich genutzt.

Lage Flugplatz

Albertshof gehört heute zur Gemeinde Rüdnitz und befindet sich 5 km nordöstlich von Bernau. Der Flugplatz befand sich vermutlich süd-südwestlich von Albertshof. Die exakte Lage lässt sich aus den zur Verfügung stehenden Quellen nicht bestimmen.

Im Kalten Krieg

Nutzung

Landeplatz der sowjetischen Streitkräfte.

Übersicht

Skizze sowjetischer Landeplatz Albertshof 1950
Skizze des Landeplatzes Albertshof aus dem Jahr 1950 - Die Straße in Richtung Bernau muss vermutlich nach Südwesten verlaufen

Historie

CIA-Bericht vom August 1949

Der Flugplatz ALBERTSHOF wurde im Juni 1949 neu gebaut. Es gibt keine Gebäude. Es wird davon ausgegangen, dass der Flugplatz als Not- oder Trainingsflugplatz verwendet wird. Bisher wurde keine fliegende Einheit beobachtet, die dort stationiert ist.
Quelle: /CIA-RDP82-00457R003300400008-0/

CIA-Bericht vom September 1949

Ein langer Streifen südlich von ALBERTSHOF (N 53/V 07) wurde als Notlandeplatz reserviert. Er wurde zum Sperrgebiet erklärt und durfte nicht bestellt werden.
Vier Doppeldecker wurden zum ersten Mal auf dem 150 Hektar großen improvisierten Flugplatz südlich von ALBERTSHOF am 20. Juli 1949 beobachtet. Diese Doppeldecker übten Fliegen. Ein Feldkabel verlief ... entlang der Straße BERNAU-ALBERTSHOF.
Quelle: /CIA RDP82-00457R003400490005-0/

CIA-Bericht vom Februar 1950

Der Notlandeplatz Albertshof (N 53/Z 96) war unbelegt und unbewacht. Der Landeplatz war nutzbar.
Anmerkung: Im Jahr 1949 landeten nur einzelne PO-2 gelegentlich auf dem Platz. Dort ist keine fliegende Einheit oder Bodeneinheit stationiert.
Quelle: /CIA RDP82-00457R004500230011-9/

CIA-Bericht vom März 1950

Der Behelfsflugplatz Albertshof (N 53/Z 96), der im Jahr 1948 gebaut wurde, war unbelegt. Der Landeplatz, ungefähr 300 Meter x 2 Kilometer, war grasbedeckt. Es gab keine Gebäude oder Hangars. Die ehemalige Straße nach Schönfeld (N 53/...), die den Landeplatz kreuzte, war gesperrt. Bäume in der Nähe des Platzes waren beschnitten worden.
Quelle: /CIA RDP82-00457R004600560001-3/

Status CIA vom Mai 1951

Landeplatz intakt, 500 x 2.000 Meter
Quelle: /CIA RDP82-00457R008500050009-8/

BND-Flugplatz-Liste aus dem Jahr 1953

Albertshof: ehemaliger Feldflugplatz, nicht in Benutzung.
Quelle: /Bundesarchiv B 206/3123/

Heute

Nutzung

Geschlossen.

Bemerkungen

Im Juni 1979 fand im Rahmen der Propaganda-Veranstaltung "Nationales Jugendfestival der DDR" bei Rüdnitz eine Flugschau statt. Eine zeitgenössische Quelle gab dafür als Standort "zwischen Rüdnitz und Biesenthal" an, also vermutlich nördlich von Rüdnitz und damit nicht im Zusammenhang mit dem ehemaligen Flugplatz Albertshof stehend.

Quellen

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