Leipzig: Flughafen Schkeuditz

Leipzig-Halle

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Koordinaten: N512515 E0121348 (WGS84)
Karte: Google Maps
HNN: 463 ft
Location Indicator: EDXZ (196x), ETLS (197x-199x), EDDP (199x-)

Lage Ort

Bundesland (Freistaat) Sachsen.

Im Zweiten Weltkrieg

Situation

Der Flughafen Leipzig Schkeuditz im Zweiten Weltkrieg auf einer US-Karte aus dem Jahr 1944 - (McMaster University Library Digital Archive, Lizenz: Creative Commons Attribution-NonCommercial 2.5 CC BY-NC 2.5 CA /MULDA/)

Übersicht

Der Flugplatz Leipzig Schkeuditz auf einer US-amerikanischen Karte aus dem Jahre 1951 - (AMS M841 GSGS 4414, Courtesy Harold B. Lee Library, Brigham Young University /BYU/)

Im Kalten Krieg

Nutzung

Flughafen.

Situation

Der Flughafen Leipzig-Schkeuditz auf einer Karte des US-Verteidigungsministeriums aus dem Jahr 1972

Start- und Landebahnen

1980er Jahre:
  • 11/29: 2500 m x 60 m Beton
Im Jahr 1990:
  • 11/29: 2500 m x 51 m Beton

Funkfeuer

Angaben für die 1970er Jahre?
  • FFF: 740 "PCh"
  • NFF: 363 "P"
Angaben für das Jahr 1990:
  • LOM 29: 357 "MA", 7140 m
  • LMM 29: 425 "M", 1125 m
  • ILS29: 110.3 "IMA"
  • LOM 11: 446 "SK", 6627 m
  • LMM 11: 425 "S", 1075 m

Radar

1980er Jahre: ASR, PAR

Flugfunk

Leipzig Approach/Radar: 121,1; Precision 120,1; Ground: 121,6 (nur während der Leipziger Messe)
Für Leipzig werden verschiedene militärische Rufzeichen genannt: NOROV (1970?), LATEX (ca. 1985?)

Telefon

Schkeuditz 2765, 2766, 2767;
Anflugkontrollstelle: 2694, Apparat 55
Die Grenzübergangsstelle war im Sondernetz/Stabsnetz S1 als Nebenstelle der MfS-Bezirksverwaltung Leipzig unter der Nummer 7-3724-3003p erreichbar.

Fernschreiber

051 2320 IFLUG DD
Die Passkontrolleinheit hatte das Rufzeichen "pke-lsk" im MfS-Betriebsnetz.

Karten

Luftraum östlich von Schkeuditz, 1980er Jahre. Gut erkennbar die sich überlappenden Anflugverfahren Leipzig, Merseburg und Brandis.

Luftraum

TMA Leipzig

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Stand 03/1976: Mockrehna - Hohburg - Machern - Markkleeberg - Markranstädt - Günthersdorf - Röglitz - Ammendorf - Theutschenthal - Wallwitz - Brehna - Mockrehna
Stand 04/1986: Mockrehna - Hohburg - Machern - Markkleeberg - Markranstädt - Günthersdorf - Röglitz - Ammendorf - Theutschenthal - Wallwitz - Brehna - Spröda - Wellaune - Bad Düben - Pressel - Wildenhain - Mockrehna

Kontrollzone Leipzig

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Stand 01/1976: Gollma - Zschortau - Taucha - Markranstädt - Günthersdorf - Röglitz - Gollma
Stand 04/1986: Hohenturm - Gollma - Zschortau - Taucha - Markranstädt - Günthersdorf - Röglitz - Hohenturm

Zuständigkeit für den Flugsicherungskontrolldienst in den Luftstraßen (Stand 07/1987)

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APP LEIPZIG war für folgende Luftstraßenabschnitte zuständig:
Luftstraße B50: RSF-LUNER (bis einschl. FL 110 (3350 m STD), darüber ACC Schönefeld)
Luftstraße B51: LEG-MRN (bis einschl. FL 110 (3350 m STD), darüber ACC Schönefeld)
Luftstraße B51: MRN-LOMAP (bis einschl. FL 110 (3350 m STD), darüber ACC Cottbus)
Außerhalb der Dienstzeit des APP Leipzig und/oder Erfurt wird der Flugsicherungsdienst für militärische Flüge in den diesen Dienststellen zugeteilten Luftstraßenabschnitten (in und unterhalb FL 110/3350 m STD) durch militärische Dienststellen wahrgenommen. Der zivile Flugsicherungskontrolldienst wird für den Flug in den genannten Luftstraßenabschnitten unterbrochen. Die Koordinierung der Flüge ist zwischen den diensthabenden Flugsicherungskontrollstellen direkt durchzuführen. Kontrollierte Flüge ziviler Luftfahrzeuge sind außerhalb der Dienstzeit einer APP innerhalb deren Zuständigkeitsbereich verboten.
Die Koordinierung und Übertragung der Kontrolle in der AWY B51 am REP LOMAP ist vorzunehmen:
- in FL 100 oder höher zwischen der APP Leipzig und der ACC Cottbus
- in FL 90 oder tiefer zwischen der APP Leipzig und der APP Dresden.
Die APP Dresden hat die APP Leipzig zu informieren, bevor
- die Wartezone HP Gompitz in FL 70 oder höher belegt wird
- oder bei Ausfall des DME HDO.
In diesen Fällen ist durch die APP Leipzig Höhenstaffelung zwischen OSTRA und GPZ zu gewährleisten oder eine zusätzliche zeitliche Koordinierung mit der APP Dresden vorzunehmen.

Zeitweilige Flugbeschränkung (Stand 04/1986)

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Das im Südteil des TMA Leipzig liegende Gebiet mit Flugbeschränkung, begrenzt durch die Ortschaften MACHERN 51° 21' 20'' N 12° 36' 15'' E, MARKKLEEBERG 51° 16' 40'' N 12° 21' 40'' E, MARKRANSTÄDT 51° 18' 10'' N 12° 13' 20'' E, MACHERN darf von 300 m AGL bis FL 90 (2750 m STD) nur mit Zustimmung der FSS BRANDIS genutzt werden.

Zusammenarbeit der Flugsicherungsstellen LEIPZIG, MERSEBURG und BRANDIS (Stand 04/1986)

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Die APP LEIPZIG hat
- nicht im FSPLN Standard enthaltene Flüge mit der FSS MERSEBURG abzustimmen;
- Flüge am Flugplatz EILENBURG und auf den im TMA gelegenen Flugplätzen des GST und des AF mit den FSS MERSEBURG und BRANDIS abzustimmen.
Die für den Flugbetrieb verantwortlichen Diensthabenden (Flugleiter) der im TMA gelegenen Flugplätze (EILENBURG , Flugplätze der GST und des AF) haben
- die Flüge in den Flugplatzzonen ihrer Flugplätze mit der APP LEIPZIG abzustimmen;
- entsprechend den von der APP LEIPZIG erteilten Genehmigungen, Forderungen oder Freigaben die Flugdurchführung in ihrem Zuständigkeitsbereich zu organisieren;
- Beginn und Ende der Flüge bis 30 Minuten vor dem ersten Start bzw. mit Ende der Flüge an die APP LEIPZIG zu melden.
Anmerkung: Für die Koordinierung zwischen der FSS EILENBURG und der APP LEIPZIG werden gesonderte Festlegungen getroffen.
Die APP LEIPZIG ist verpflichtet, der FSS MERSEBURG folgende Informationen zu übergeben:
- Arbeitsbeginn und -ende der APP
- Betriebszeit der Radarstation
- Beginn und Ende der Flüge auf den im TMA gelegenen Flugplätzen (ausgenommen der Flugplatz der GST Halle-Oppin) 30 Minuten vor dem ersten Start bzw. unmittelbar mit Ende der Flüge;
- beim Start auf dem Flughafen LEIPZIG mindestens 5 Minuten vor dem Start: voraussichtliche Startzeit, Startrichtung, Typ des Luftfahrzeuges, Flughöhe und Luftstraße;
- bei Landung auf dem Flughafen LEIPZIG mindestens 10 Minuten vor Einflug in den TMA: voraussichtliche Landezeit, Landekurs, Typ des Luftfahrzeuges, Luftstraße und Flughöhe;
- bei Flügen in den Luftstraßen B50 und B51 (ohne Landungauf dem Flughafen LEIPZIG) mindestens 10 Minuten vor Einflug in den TMA: voraussichtliche Überflugzeit VOR LEG, Flughöhe, Typ des Luftfahrzeuges und Flugrichtung;
- bei Flügen von militärischen Luftfahrzeugen in den Luftstraßen B50 und B51 zu den Flugplätzen der GSSD mindestens 10 Minuten vor Ausflug aus der Luftstraße: Ausflugort und -zeit, Flughöhe, Typ des Luftfahrzeuges, Rufzeichen, Bordnummer und Bestimmungsflugplatz.
Außerhalb der Dienstzeit der APP LEIPZIG ist bei Flügen oberhalb FL 110 (3350 m STD= die Zeit des voraussichtlichen Überfluges des VOR LEG bis 10 Minuten vor dem voraussichtlichen Überflug durch die ACC BERLIN/Schönefeld direkt oder über die ATCC an die VHZ zu melden, mit der Bitte um Weiterleitung an die FSS MERSEBURG .
Die FSS MERSEBURG ist verpflichtet, der APP LEIPZIG folgende Informationen zu übergeben:
- Nichtgewährleistung der Sicherstellung geplanter Flüge (Starts und Landungen) auf dem Flughafen LEIPZIG beim Start diensthabender Jagdflugzeuge. Dabei ist es erforderlich, eine Flughöhe für das den Flughafen LEIPZIG anfliegende Luftfahrzeug im Warteverfahren festzulegen. Das Landeverbot für den Flughafen LEIPZIG ist der APP mindestens 5 Minuten vor Überflug des VOR LEG zu übermitteln.
Die APP LEIPZIG ist verpflichtet, der FSS BRANDIS folgende Informationen zu übergeben:
- Arbeitsbeginn und -ende der APP;
- Beginn und Ende der Flüge auf den im TMA gelegenen Flugplätzen 30 Minuten vor dem ersten Start bzw. unmittelbar mit Ende der Flüge;
- die Start- und Landerichtung auf dem Flughafen LEIPZIG.
Die FSS BRANDIS ist verpflichtet, der APP LEIPZIG folgende Informationen zu übergeben:
- Beginn und Ende der Flüge am Flugplatz BRANDIS sowie Einschränkungen für zivil kontrollierte Flüge in der Luftstraße B 51 im LSA MACHERN-TREBSEN-OSTRAU eine Stunde vor Beginn und unmittelbar mit Ende der Flüge am Flugplatz BRANDIS;
- den Wechsel der Startrichtung auf 076° (Landung aus 256°) und sich daraus ergebendes Verbot aller Flüge im Raum Ortschaft MACHERN-MARKRANSTÄDT-MARKKLEEBERG-Ortschaft MACHERN im Höhenbereich von 300 m AGL bis 2750 m STD - 30 Minuten vor Wechsel der Startrichtung sowie unmittelbar nach Übergang auf die Hauptrichtung sowie das Ende der Flüge.
Der Standard-FSPLN für den Flughafen LEIPZIG (einschließlich Überflüge in den Luftstraßen B50 und B51 ist 14 Tage vor Beginn der Sommer- bzw. Winterperiode in 2 Exemplaren an die FSS MERSEBURG zu übergeben.
Die Abstimmung über die Flüge und der Informationsaustausch zwischen der APP LEIPZIG und der FSS MERSEBURG und BRANDIS erfolgen auf direkten Flugsicherungs-Fernsprechstandverbindungen, die in Zuständigkeit der zivilen Luftfahrt zu betreiben sind.
Diensthabende Jagdflugzeuge haben Vorrang beim Durchflug durch den TMA LEIPZIG in der für sie erforderlichen Flughöhe sowie beim Starten und Landen auf dem Merseburg: Flugplatz.

Flüge zur Erfüllung von Spezialaufgaben (Stand 04/1986)

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Bei Flügen mit militärischen Luftfahrzeugen zur Erfüllung von Spezialaufgaben im TMA LEIPZIG informiert die VHZ über die militärischen Flugsicherungsstellen die APP LEIPZIG rechtzeitig über diese Flüge mit Angabe des Zeitraumes und der Flughöhe.

Quellen

Anweisung für den zivilen Flugsicherungsdienst in der Deutschen Demokratischen Republik - Anweisung Flugsicherungsdienst (AFD) - Teil 1, Stand 04/1986 und 10/1987

Einrichtungen

Eisenbahnanschluss zum Südteil des Platzes.

Heute

Nutzung

Flughafen.

Links

Literatur

  • Ries, Karl; Dierich, Wolfgang: "Fliegerhorste und Einsatzhäfen der Luftwaffe" Motorbuch Verlag Stuttgart, 1993 - Alliierte Planskizze
  • Michels, Jürgen; Werner, Jochen: "Luftfahrt Ost 1945-1990" Bernard & Graefe Verlag, Bonn, 1994 - Kurzbeschreibung mit 2 historischen Bildern (1957, 1959)
  • Grenzdörfer, Joachim; Seifert, Karl-Dieter: "Geschichte der ostdeutschen Verkehrsflughäfen" Bernard & Graefe Verlag, Bonn, 1997 - 32 Seiten Beschreibung, Geschichte, Pläne und Bilder
  • Freundt, Lutz: "Sowjetische Fliegerkräfte in Deutschland 1945-1994, Band 2" Freundt Eigenverlag, Diepholz 1999 - Kurzbeschreibung, Bild einer sowj. MiG-29 in Schkeuditz
  • Freundt, Lutz: "Sowjetische Fliegerkräfte in Deutschland 1945-1994, Band 4" Edition Freundt Eigenverlag, Diepholz 2000 - Kurze Ergänzung
  • Freundt, Lutz (Hrsg.), Büttner, Stefan: "Rote Plätze - Russische Militärflugplätze in Deutschland 1945 - 1994" AeroLit Verlag, 2007 - Kurzbeschreibung, Auflistung kurzzeitiger Belegungen durch Kampfeinheiten in den 1950er..1970er Jahre, Bild einer sowjetischen MiG-29 in Schkeuditz

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