Barth: Flughafen

Ostseeflughafen Stralsund-Barth

Nur zur geschichtlichen Information, nicht zur Navigation oder zum Fliegen verwenden!
Koordinaten: N542017 E0124234 (WGS84)
Karte: Google Maps
HNN: 7 m
Location Indicator: EDXB (196x), ETBH (-199x), EDBH (199x-)

Lage Ort

Ehemalige DDR, Bezirk Rostock;
heute Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.
Deutschland im Kalten Krieg

Lage Flugplatz

Der Flugplatz liegt ca. 3 km süd-südwestlich der Ortsmitte von Barth.

Im Zweiten Weltkrieg

Nutzung

Fliegerhorst der Luftwaffe.

Situation

Der Fliegerhorst Barth im Zweiten Weltkrieg auf einer US-Karte aus dem Jahr 1943 - (McMaster University Library Digital Archive, Lizenz: Creative Commons Attribution-NonCommercial 2.5 CC BY-NC 2.5 CA /MULDA/)

Übersicht

Der Flugplatz Barth auf einer US-amerikanischen Karte aus dem Jahre 1952 - Im Norden sind die Gebäude des ehemaligen Fliegerhorsts erkennbar. Im Osten und Süden führt die Schmalspurstrecke der Franzburger Kleinbahn am Flugplatz vorbei, die auch einen Anschluss zum Fliegerhorst hatte. Unten links befindet sich der Ort Diwitz. (AMS M841 GSGS 4414, Courtesy Harold B. Lee Library, Brigham Young University /BYU/)

Im Kalten Krieg

1960er Jahre

Nutzung

DDR-Inlandsflughafen.

Start- und Landebahnen

  • 09/27: 1200m x 83m Beton
  • 18/36: 600m x 60m Gras

Rollwege, Abstellflächen

Rollwege: Beton, 15 m breit

Befeuerung

Anflug- und Landebahnbefeuerung

Funkfeuer

  • Locator: 285 "BH", 272°/4817 m zur Schwelle 27
  • Locator/Middle Marker: 398 "B", 272°/1141 m zur Schwelle 27

Flugfunk

  • Tower Kurzwelle: 3023.5; UKW: 124.1, 119.7

Telefon

Barth 503

Fernschreiber

013628 INTERFLUG BAT

Meteorologische Station

Die meteorologische Station am Flugplatz Barth hatte die internationale Kennziffer 10180. Sie arbeitete nur zu bestimmten Zeiten. Die Beratung war nur in deutscher Sprache möglich.

Luftraum und Verfahren

Der Flughafen Barth war über die Luftstraße 2 mit der Luftstraße 1 (spätere A4) verbunden. Die 58 km lange Strecke verlief zwischen dem Meldepunkt GREIFSWALD und dem Funkfeuer BH.
Die Übergangshöhe war auf 400 m festgelegt.
Die Kontrollzone Barth hatte eine Obergrenze von 1200 m.

1970er Jahre

Nutzung

DDR-Inlandsflughafen bis 1975, danach Agrarflug-Basis.

Situation

Der Flughafen Barth auf einer Karte des US-Verteidigungsministeriums aus dem Jahr 1972 - (ONC E-2 (1972), Perry-Castañeda Library Map Collection, University of Texas at Austin /PCL MC/)

Übersicht

Karte des Flugplatzes aus dem Jahr 1976 - Trotz Einstellung des Passagierverkehrs Ende 1975 sind noch die Funkfeuer "B" und "H" verzeichnet. Quelle: Agrarflug-Handbuch der DDR

Start- und Landebahnen

  • 09/27: 1200m x 45m Beton
  • 09/27: 950m x 60m Gras
  • 14/32: 700m x 100m Gras

Funkfeuer

  • Locator/Outer Marker 27: 285 "BH", 4817 m zur Schwelle 27
  • Locator/Middle Marker 27: 398 "B", 1141 m zur Schwelle 27
  • Locator/Middle Marker 09: 398 "H", 945 m zur Schwelle 09

Flugfunk

Barth Tower/Approach: 121.2, 119.7

Fernschreiber

Interflug Telex: 318628 ifbat dd

Luftraum und Verfahren

Die Kontrollzone Barth war über diese Punkte definiert: Frauendorf, Velgast, Lüssow, Prohn, Wendisch Langendorf, Wieck, 2 Punkte auf der Westseite der Halbinsel Darß, Hermannshof, Frauendorf

1980er Jahre

Nutzung

DDR-Agrarflugplatz.
Der Flugplatz Barth wie auch der Grundflugplatz Goorstorf/Bentwisch waren von der DDR für die Landung dänischer Rettungshubschrauber bei Seenotrettungsaktionen vorgesehen. (Quelle: 1. Durchführungs-Anweisung des Stellvertreters des Ministers und Chefs des Stabes zum Befehl Nr. 15/84 des Ministers des Inneren und Chefs der Deutschen Volkspolizei, Vertrauliche Dienstsache W-B-15/31/84 vom 27.11.1984)

Telefon

Fluggespräche: Barth 2503
Interflug, Betrieb Agrarflug: Barth 551

Fernschreiber

031 8628 IFB DD

Luftraum und Verfahren

Die Flugplatzzone war definiert über die Punkte: Frauendorf, Velgast, Kummerow, Nisdorf, Wieck, Fauendorf
Bei Flugbetrieb in Damgarten waren in Barth Flüge in der Nordplatzrunde bis 300 m AAL erlaubt.

Heute

Nutzung

Regionalflughafen.

Situation

Landsat-Bild aus dem Jahr 2016 - Die ursprüngliche Form des Flugplatzes ist weiterhin zu erkennen. - Objekt in Google Maps öffnen

Links

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