Drewitz: Flugplatz

Jänschwalde Ost, Cottbus-Drewitz

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KoordinatenN515323 E0143200 (WGS84) Google Maps
HNN 80 m
Ehemalige DDRBezirk Cottbus
BundeslandBrandenburg
Location indicatorEDCD (2000)
OperatorNVA LSK/LV
Karte mit Lage Flugplatz Drewitz
Deutschland im Kalten Krieg Karte

Lage Flugplatz

Südöstlich von Drewitz, nordwestlich von Jänschwalde.

Im Zweiten Weltkrieg

Nutzung

Flugplatz der Luftwaffe.

Situation

Der Flugplatz Drewitz im Zweiten Weltkrieg auf einer US-Karte aus dem Jahr 1943 (Quelle: McMaster University Library Digital Archive, License: Creative Commons Attribution-NonCommercial 2.5 CC BY-NC 2.5 CA /MULDA/)

Im Kalten Krieg

Nutzung

Flugplatz der NVA-Luftstreitkräfte (LSK/LV). Bis 1989 Basis des Jagdgeschwaders 7 (JG-7), außerdem Jagdbombenfliegergeschwader 37 (JGB-37) und TAFS-87. In der NVA hatte der Platz die Flugplatznummer 2070.

1960er Jahre

Situation

Drewitz auf einem US-Satellitenbild vom 03.05.1965 (Quelle: U.S. Geological Survey)

1970er Jahre

Situation

Der Flugplatz Drewitz auf einer Karte des US-Verteidigungsministeriums aus dem Jahr 1972 (Quelle: ONC E-2 (1972), Perry-Castañeda Library Map Collection, University of Texas at Austin)

1980er und frühe 1990er Jahre

Übersicht

Der Flugplatz Drewitz auf einer Karte im "Verzeichnis 012" der ehemaligen NVA aus der Wendezeit (ehemals "Geheime Verschlußsache") - Handgezeichnete Karten waren im Ostblock durchaus üblich. Zu erkennen sind die Ortschaften Drewitz und Jänschwalde-Ost, der Flugplatz mit Beton- und Grasbahn, die Rollwege, die beiden Nahfunkfeuer sowie das RSBN-Funkfeuer.

Start- und Landebahnen

Angaben für das Jahr 1989:
  • 06/24: 2500 m x 80 m Beton
  • 06/24: 2000 m x 100 m Gras nördlich der befestigten Bahn
Die Höhen der Schwellen über NN betrugen: Schwelle Ost 82,5 m und Schwelle West 75 m.
In beiden Landerichtungen war ein Landesystem SP-2 installiert. Das Anflugfeld in Nebenlanderichtung (06) war nur 500 m befeuert.

Funkfeuer

Angaben für das Jahr 1989:
  • RSBN: CH 13 "RD", N515332 E0143158 (S43/82?)
  • FFF 24: 769,0 "RD", 3960 m zur Schwelle 24
  • NFF 24: 378,5 "R", 1000 m zur Schwelle 24
  • KRM/GRM 24: CH 15
  • FFF 06: 769,0 "DR", 4000 m zur Schwelle 06
  • NFF 06: 378,5 "D", 1000 m zur Schwelle 06
  • KRM/GRM 06: CH 15
Die Kennungen wurden wie im Warschauer Pakt üblich aus dem ersten und letzten Buchstaben des Rufzeichens (REINHARD) abgeleitet.
Vom Punkt der berechneten Linie bis 5000 m vor dem Aufsetzpunkt tritt eine unkonstante Anzeige des ARK bis max. + 10 Grad auf.

Flugfunk

Das Rufzeichen des Flugplatzes war REINHARD.
Flugleiter REINHARD-START 138,0 MHz (K-7), 124,0 MHz (K-1) (1990)

Telefon

Stabsnetz S1 9823. Die Tarnnamen waren "Zauberflöte" (?) und "Torez" (Gefechtsstand) (?)

Einheiten

Einheiten im Jahre 1989/1990
JG-7 "Wilhelm Pieck": MiG-21
JGB-37 "Klement Gottwald": MiG-23BN, MiG-23UB; TAFS-87: MiG-21M (PF 94415)
TAFS-87 (PF 94422)
FBas-57 (PF 94438), FTB-37 (PF 94455), NFK-37 (PF 94492)

Liegenschaften

Objekte 1989/1990 im Zusammenhang mit dem Flugplatz:
06/015: Flugplatz
06/014: Depot JG-7 (29 ha, S der Eisenbahn Cottbus-Guben)
06/054: Übungsgelände FBas-57 (7,7 ha, Striesow, Marienberge)
06/202: Objekt JG-7 (0,5 ha, Straße Tauer-Jänschwalde)
06/309: Objekt JG-7 (0,2 ha, Tauer, Großsee Südufer)

Heute

Nutzung

Allgemeine Luftfahrt.

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