Friedrichshafen: Flugplatz Löwental

Base aérienne 136

Nur zur geschichtlichen Information, nicht zur Navigation oder zum Fliegen verwenden!
Koordinaten: N474017 E0093042 (WGS84)
Karte: Google Maps
HNN: 1365 ft
Location Indicator: EDFL (197*) / EDTY (-1995) / EDNY (1995-)

Lage Ort

Deutschland im Kalten Krieg

Lage Flugplatz

Am Nordostrand von Friedrichshafen.

1920er/1930er Jahre

Lage Flugplatz

Die Lage des Flugplatzes auf einer Karte aus den 1930er Jahren - /FHB 1928/

Übersicht

Flugplatzkarte 1932 - /FHB 1928/
Luftbild aus den 1920er oder 1930er Jahren - Die Blickrichtung ist Nordost

Start- und Landebahnen

Gute Grasnarbe auf Lehmboden. Kleinste Rollänge: In Nordwest-Südostrichtung 800 m

Einrichtungen

Kennzeichen bei Tag: Das Rollfeld liegt 3 km nordöstlich der Stadt Friedrichshafen bei Löwenthal, nördlich der Reichsbahnlinie Friedrichshafen-Ravensburg. Die Flugzeughalle liegt im Südwesten, eine Luftschiffhalle im Norden des Rollfeldes. Auf der Flugzeughalle die weiße Aufschrift "Friedrichshafen". Landezeichen für Flugzeuge ständig aus, auch der Rauchofen ist tagsüber in Betrieb. Im Südwesten Betonstartbahn *). Für Luftschiffe ist Landemannschaft und technische Vorbereitung der Landung je nach Bedarf rechtzeitig beim Luftschiffbau Zeppelin G. m. b. H. Friedrichshafen (Bodensee) anzufordern. Rollfeldgrenze durch rot-weiße Flächen bezeichnet. 2 km westlich des Rollfeldes die Luftschiffhalle der Luftschiffbau Zeppelin G. m. b. H. am Nordrand der Stadt.
*) Betonstartbahn: Größte Länge ca. W-O 150 m, Breite an der Ostseite 57 m, Breite an der Westseite 15 m.
Kennzeichen bei Nacht: Keine ständige Nachtbefeuerung, Landefeuer aus grünen, weißen und roten Feuern in Windrichtung ist anzufordern:
a) für Flugzeuge: beim Verwalter, es ist von grün über weiß auf rot hin, rechts der Reihe zu landen.
b) für Luftschiffe: bei der Luftschiffbau Zeppelin G. m. b. H., Friedrichshafen (Bodensee). Auf Anforderung bei der Polizeiflugwache ferner Neonfeuer auf beiden Funktürmen.
Hallen:
1 Flugzeughalle 100,98 x 46,40 m, Höhe 15,34 m, Torweite 2 x 44,0 x 7,5 m,
1 Luftschiffhalle 270,0 x 58,9 m, lichte Höhe 53,0 m, Torweite 2 x 52,0 m, Torhöhe 49,0 m.
Die Flugzeughalle enthält 3 Laufkatzen von je 1 t Tragfähigkeit, die Luftschiffhalle 8 Laufkatzenträger von je 3 t Tragfähigkeit.
Werkstätten: Enthalten alle für die Reparatur von Holz- und Metallflugzeugen erforderlichen Maschinen und Vorrichtungen; fahrbare autogene Schweißanlage, Drehstrom von 220/380 Volt. Baufirma für Metallflugzeuge und für Luftschiffe am Platz.
Betriebsstoffanlagen: In Faßlagerung jederzeit ca. 2000 l Benzin und Benzol vorrätig. Gas für Luftschiffe vorrätig.
Unterbringung von Fluggästen: In den Hotels der Stadt Friedrichshafen.
Erste Hilfe bei Unglücksfällen: Wird durch die Polizeiflugwache versehen. Sanitätsraum vorhanden. Nächster Arzt in Friedrichshafen (2 km Entfernung).
Gleisanschluss: Ist vorhanden.
Verbindungen: Zubringerdienst während der Zeit des planmäßigen Luftverkehrs mit Flugzeugen und Luftschiffen, Kraftdroschken auf Anruf jederzeit zu erhalten.
/FHB 1928/

Im Zweiten Weltkrieg

Flugplatz der Luftwaffe.

Lage Ort

Löwental im Zweiten Weltkrieg auf einer US-Karte vom Februar 1945 - (McMaster University Library Digital Archive, Lizenz: Creative Commons Attribution-NonCommercial 2.5 CC BY-NC 2.5 CA /MULDA/)

Im Kalten Krieg

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Friedrichshafen Löwental zunächst von der französischen Luftwaffe belegt, danach von deutschen Heeresfliegern und schließlich von Hubschraubern des französischen Heeres.

Lage Ort

Der Flughafen Friedrichshafen Löwental auf einer Karte des US-Verteidigungsministeriums aus dem Jahr 1981 - (ONC F-2 (1981), Perry-Castañeda Library Map Collection, University of Texas at Austin /PCL MC/)

Übersicht

Der Flugplatz Löwental Friedrichshafen auf einer US-amerikanischen Karte aus dem Jahre 1955 - (AMS M841 GSGS 4414, Courtesy Harold B. Lee Library, Brigham Young University /BYU/)

Start- und Landebahnen

Angaben für das Jahr 1990:
  • 06/24: 2355 m x 30 m Asphalt

Einheiten

1949-1953: EC 4 (De Haviland Vampire)
bis 1959: Schulungseinheit der Luftwaffe (Do-27)
1959-1966: Heeresfliegerstaffel (LL) 9 (1966 Umbenennung in Heeresfliegerstaffel 10 und Verlegung zum Flugplatz Neuhausen ob Eck)
1973-1992: Französische Heeresflieger mit Hubschraubern, 1990: 2e RHC mit EHAC-3, EHAC-4, EHAC-5, EHAP-2, EHLR-1, EHM-6 (SA 342M, SA 341F, SA 330B)

Heute

Friedrichshafen ist heute ein Regionalflughafen.

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