Merseburg: Flugplatz

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Die Geschichte der Flugplätze im Kalten Krieg: Merseburg
von Bert Kondruß
Koordinaten: N512151 E0115701 (WGS84) Google Maps
HNN: 340 ft
Location Indicator: EDAM

Lage Ort

Karte mit Lage Flugplatz Merseburg
Deutschland im Kalten Krieg
Karte

Im Zweiten Weltkrieg

Nutzung

Fliegerhorst der Luftwaffe.

Situation

Der Fliegerhorst Merseburg im Zweiten Weltkrieg auf einer US-Karte aus dem Jahr 1944 - (McMaster University Library Digital Archive, Lizenz: Creative Commons Attribution-NonCommercial 2.5 CC BY-NC 2.5 CA /MULDA/)

Im Kalten Krieg

Nutzung

Flugplatz der sowjetischen Streitkräfte (GSTD/GSSD/WGT).

1950er Jahre

Einheiten

1954

- Stab sowjetische Jagdflieger-Division
- Sowjetisches Jagdflieger-Regiment (PF 62 335),
- Auf dem Flugplatz wurden insgesamt 38 MiG-15/MiG-15U gezählt.
Quelle: BND/Bundesarchiv B 206/3033
(Bei den Postfachnummern können die Ziffern 3 und 5 verwechselt sein, da sie im Quelldokument schwer zu unterscheiden sind)

Chronik

  • September/Oktober 1954
    Zeitweilige Verlegung des Jagdfliegerregiments Merseburg auf den Flugplatz Dessau (27.09.-05.10.1954)

1970er Jahre

Situation

Der Flugplatz Merseburg auf einer Karte des US-Verteidigungsministeriums aus dem Jahr 1972 - (ONC E-2 (1972), Perry-Castañeda Library Map Collection, University of Texas at Austin /PCL MC/)

Funkfeuer

Angaben für das Jahr 1970?:
  • FFF 26: 398 "DK", 4200m
  • NFF 26: 810 "D", 1030m
  • FFF 08: 398 "KD"
  • NFF 08: 810 "K"

1980er und frühe 1990er Jahre

Start- und Landebahnen

Angaben für das Jahr 1990:
  • 08/26: 2500 m x 44 m
  • 08/26 Gras

Funkfeuer

Angaben für das Jahr 1990:
  • FFF 26: 614 "DK", 4200 m
  • NFF 26: 297 "D", 1030 m
  • FFF 08: 614 "LE", 4400 m
  • NFF 08: 297 "L", 1000 m

Flugfunk

Rufzeichen: DOVJELOK (196x), MUSKAT (198x)

Einheiten

1990: 85 GwIAP (MiG-29, MiG-29UB, MiG-23UB); Teile 485 OBVP (Mi-8, Mi-24)

Chronik

  • 1988
    In Merseburg wurde beobachtet, dass neben den mit Raketen bewaffneten Bereitschaftsflugzeugen ein Generatorfahrzeug steht. Obwohl die MiG-29 FULCRUM vermutlich ihre Triebwerke autonom anlassen kann, deutet diese Beobachtung darauf hin, dass die Sowiets es vorziehen oder dass es notwendig ist, Generatorfahrzeuge bei den in Bereitschaft stehenden Flugzeugen zu haben.
    Quelle: /USMLM 1988/
  • 1988
    Beobachtung eines "Integrated Combat Turn" in Merseburg: Die Raketen einer MiG-29 FULCRUM werden abgenommen und Raketen werden an einer anderen MiG-29 befestigt.
    Quelle: /USMLM 1988/
  • April 1988
    Ein Team der US-Militärmission beobachtet ein Luftkampftraining nahe des Flugplatzes Merseburg. Dabei übt eine MiG-29 FULCRUM das Abfangen eines Hubschraubers Mi-24 HIND, der in ca. 90 m Höhe kreist. Die MiG-29 fliegt dabei Angriffe aus 1500 bis 1800 m Höhe in einem Sinkflug mit 15 bis 20 Grad und simuliert vermutlich den Einsatz von IR-Raketen und Kanonen. So eine Übung wurde zuvor noch nicht beobachtet.
    Quelle: /USMLM 1988/

Heute

Nutzung

Allgemeine Luftfahrt.

Literatur

  • /USMLM 1988/:
    United States Military Liaison Mission: "Unit History 1988"

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