München: Flugplatz Oberwiesenfeld

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Koordinaten: N481040 E0113254 (WGS84) Google Maps
Location Indicator: DDOW

Lage Ort

Bundesland (Freistaat) Bayern.
Karte mit Lage Flugplatz München Oberwiesenfeld
Deutschland im Kalten Krieg
Karte

Allgemein

Oberwiesenfeld war ein Flugplatz im Stadtgebiet von München. Im Zweiten Weltkrieg wurde er von der Luftwaffe genutzt. Von 1945 bis Mitte der 1950er Jahre war der Platz von der US Army belegt. Anschließend wurde er zivil genutzt, bis 1968 der Flugbetrieb endgültig eingestellt wurde. Dann wurde das Gelände für die Olympischen Sommerspiele 1972 zum Olympiapark umgestaltet.

Kaiserreich bis 1918

Bilder

Abfahrt Zeppelin Oberwiesenfeld 1909
Abfahrt des Zeppelin vom Oberwiesenfeld am 02.04.1909 - (Stadtarchiv München, DE-1992-FS-NL-PETT3-0005, Fotograf Pettendorfer, Lizenz CC BY-ND 4.0)
Bild Luftschiff Viktoria Luise Oberwiesenfeld 1914
Luftschiff Viktoria Luise auf dem Oberwiesenfeld 1914 - (Stadtarchiv München, DE-1992-FS-NL-KV-1585)
Bild Rauchen verboten
Ausschnittsvergrößerung: Rauchen verboten
Bild Bug Luftschiff Viktoria Luise
Ausschnittsvergrößerung: Bug

1920er/1930er Jahre

Situation

Karte der Flugplätze München 1932
München Oberwiesenfeld 1932

Übersicht

Karte Flugplatz München Oberwiesenfeld 1932
Flugplatz München Oberwiesenfeld 1932
Luftbild Flugplatz München Oberwiesenfeld 1932
Luftbild ca. 1932

Kennzeichen des Flughafens bei Tag

Der Flughafen liegt am Nordrand der Stadt. Ein 96 m hoher Gasbehälter befindet sich westlich des Flughafens. Freistehende Flugzeughalle in Form eines halben Würfels. Die Rollfeldmitte ist durch Rauchofen in weißem Kreis bezeichnet. Windsack am östlichen FT-Mast

Kennzeichen des Flughafens bei Nacht

Keine ständige Nachtbefeuerung. Auf Anforderung bei der Luftverkehrsleitung oder beim Flughafen-Verwalter Ansteuerungsfeuer auf dem Turm der Ausstellungsanlage, 5 km südlich des Flughafens Oberwiesenfeld und 15 km südlich des Flughafens München-Schleißheim. Feuerhöhe 571,49 m über NN. Art des Feuers: Osram Projektionslicht 220 Volt, 3000 Watt.
Kennung: Blk. Gr. 3.
Blink 0,4 s
Pause 3,8 s
Blink 0,4 s
Pause 3,8 s
Blink 0,4 s
Pause 16,2 s
Wiederkehr 25,0 s
Als weiteres Ansteuerungsfunkfeuer dient der Scheinwerfer auf dem Turm des Deutschen Museums. Die Flugzeughalle ist im Innern durch 16 Lampen zu je 500 Watt, das Hallenvorfeld durch 16 Leuchten zu je 1000 Watt zu erhellen. Der Gashochbehälter, die Schornsteine der Fabriken am West-, Nord- und Ostrand des Flughafens, sowie die Spitzen der Antennenmasten auf dem Verwaltungsgebäude werden auf Anfordern durch rote Hindernisfeuer bezeichnet. Auf Anfordern bei der Flughafen-Verwaltung oder Luftverkehrsleitung, außerdem Landefeuer aus roten, weißen und grünen Feuern in Windrichtung. Es ist von grün über weiß auf rot hin, rechts der Reihe zu landen.

Flugbetriebsflächen

Gelände: Gute Grasnarbe auf Kiesboden.
Kleinste Rollfeldlänge: In allen Richtungen 1000 m.

Flugfunk

Flugfernmeldestelle: Rufzeichen ddp. Flugbodenfunk- und Peilstelle für Nachrichten- und Peilverkehr mit Flugzeugen. Anrufwelle 333 kHz (900 m). Flugfunk- und Kabelstelle, angeschlossen an das internationale Flugfernmeldenetz.

Flugwetterwarte

Im Flughafen vorhanden.

Hallen/Hangars

1 Flugzeughalle 70,0 x 82,0 m, Höhe 20 m.
Torweite: 2 Tore 60 m, 2 Tore 30 m. Torhöhe: 10 m.
In der Halle Laufkatze von 2,0 t Tragfähigkeit.

Werkstätten

Enthalten alle zur Reparatur von Holzflugzeugen und zu kleineren Reparaturen von Metallflugzeugen erforderlichen Einrichtungen. Ladestation für Akkumulatoren bis zu 12 Volt. Stromart: 220/370 Volt Wechselstrom. Lager von Ersatzteilen verschiedenster Art.

Betriebsstoffanlagen

Unterirdische Tankanlage für 90 000 l, außerdem mehrere Schuppen für Faßlagerung. Der Einheitsbetriebsstoff der D. L. H. ist in erheblichen Mengen jederzeit vorrätig, in kleineren Mengen auch die Sonderfabrikate der großen Betriebsstoff-Konzerne, ebenso Schmiermittel.

Gas für Luftschiffe

Steinkohlengas in der Gasanstalt in nächster Nähe des Flughafens.

Erste Hilfe bei Unglücksfällen

Sanitätsraum und -Personal im Flughafen. Mehrere Ärzte in nächster Nähe des Flughafens.

Zoll, Post, Paßstelle

Paß- und Zolldienststelle sowie Postnebenstelle mit Fernsprecher - ohne Telegraf - im Flughafen-Verwaltungsgebäude.

Unterbringung von Fluggästen

In der Stadt.

Verbindungen

Zubringerdienst der Südd. Luft Hansa A. G. zu den planmäßigen Verkehrsflugzeugen, Kraftdroschken auf Anruf jederzeit zu erhalten.
/FHB 1928/
Kraftdroschken auf Anruf zu erhalten. Vorortbahn nach München.

Bilder

Flugplatz München Oberwiesenfeld ca. 1930
Foto ca. 1930 - (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv / Fotograf: Unbekannt / Ans_08718-080-AL / Public Domain Mark)
Flugzeuge und Gebäude
Ausschnittsvergrößerung: Flugzeuge und Gebäude
Tor
Ausschnittsvergrößerung: Tor
Flugzeuge Junkers F-13 in München Oberwiesenfeld
Ausschnittsvergrößerung: Flugzeuge Junkers F-13

Im Zweiten Weltkrieg

Nutzung

Flugplatz der Luftwaffe.

Situation

Karte der Flugplätze im Raum München 1944
Der Flugplatz München Oberwiesenfeld im Zweiten Weltkrieg auf einer US-Karte aus dem Jahr 1944 - (McMaster University Library Digital Archive, Lizenz: Creative Commons Attribution-NonCommercial 2.5 CC BY-NC 2.5 CA /MULDA/)

Im Kalten Krieg

Situation

Karte Lufraum München mit Flugplatz Oberwiesenfeld 1954
Lufraum München mit Flugplatz Oberwiesenfeld 1954

Start- und Landebahnen

Angaben für das Jahr 1958
  • 01/19: 700 m x 60 m Gras
  • 10/28: 700 m x 60 m Gras

Heute

Nutzung

Geschlossen.

Situation

Orthofoto 2015 Olympiapark, früherer Flugplatz Oberwiesenfeld
Orthofoto 2015 vom Olympiapark, dem früheren Flugplatzgelände

Links

Bildquellen

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