Oranienburg: Flugplatz

Z67, Germendorf, Аэродром Ораниенбург (ГДР)

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KoordinatenN524346 E0131250 (WGS84) Google Maps
HNN 35 m
Ehemalige DDRBezirk Potsdam
BundeslandBrandenburg
Deutschland im Kalten Krieg Karte
Die Geschichte der Flugplätze im Kalten Krieg: Oranienburg
von Bert Kondruß
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Im Zweiten Weltkrieg

Nutzung

Werksflugplatz der Fa. Heinkel.

Situation

Der Flugplatz Oranienburg im Zweiten Weltkrieg auf einer US-Karte aus dem Jahr 1943
Der Flugplatz Oranienburg im Zweiten Weltkrieg auf einer US-Karte aus dem Jahr 1943 (Quelle: McMaster University Library Digital Archive, Lizenz: Creative Commons Attribution-NonCommercial 2.5 CC BY-NC 2.5 CA /MULDA/)

Im Kalten Krieg

Nutzung

Sowjetischer Militärflugplatz für Bomber, Transportflieger, später Hubschrauber.

1940er Jahre

Situation

Der Flugplatz Oranienburg auf einer US-Karte aus dem Jahr 1947
Der Flugplatz Oranienburg auf einer US-Karte aus dem Jahr 1947

Chronik

Sofern nicht anders angegeben, stammen die Angaben von der CIA
  • 26. Januar 1947
    Auf dem Platz werden 30 Flugzeuge Pe-2 gesehen. Einige ihrer Cockpits waren mit gelben Kreisen markiert. Nur der nördliche Teil des Flugplatzes wird genutzt. Das Tanklager enthielt 150 bis 180 Barrel Kraftstoff. Es konnten keine fliegerischen Aktivitäten festgestellt werden.
  • 20. Dezember 1947
    Auf dem Flugplatz wurden 40 Pe-2 und 10 Jak-4 gezählt.
  • Mitte 1948
    Ungefähr 65 Pe-2's, deren Motoren, Türme und empfindliche Teile abgedeckt sind, waren am ... entlang des Kanals südlich des Platzes abgestellt ... Es gab keine fliegerischen Aktivitäten. Es wird nur ein Hangar genutzt. Die Kasernen zwischen dem Platz und der Berliner Straße werden in beträchtlicher Stärke von Einheiten der sowjetischen Luftstreitkräfte und einigen Fallschirmtruppen belegt.
  • Mitte 1949
    Auf dem Flugplatz werden Bauarbeiten ausgeführt, um die Nord-Süd-Start- und Landebahn in südlicher Richtung zu erweitern.
  • September 1949
    Das auf dem Flugplatz Oranienburg stationierte sowjetische Bomber-Regiment mit Flugzeugen Pe-2 verlegt Anfang September 1949 auf den Flugplatz Cottbus.
  • September 1949
    Ein sowjetisches Jagdfliegerregiment mit Flugzeugen Jak-3 wird vom Flugplatz Stendal nach Oranienburg verlegt.
  • 11. Dezember 1949
    Ein Zug mit 37 Flachwagen, beladen mit Flugzeugteilen einschließlich Rümpfen, Tragflächen u.a. passiert den Bahnhof Oranienburg. Die Ladung kommt vie Frankfurt/O aus der Sowjetunion und ist für die Einheit der Luftstreitkräfte in Oranienburg bestimmt. Es wird vermutet, dass die Ladung Strahlflugzeuge umfasst.
  • 29. Dezember 1949
    Ein Zeuge beobachtet zum ersten Mal drei Strahlflugzeuge, die um den Hangar herum abgestellt sind.

1950er Jahre

Übersicht

US-Skizze 1955
US-Skizze 1955 (Quelle: CIA 1955)

Chronik

Sofern nicht anders angegeben, stammen die Angaben von der CIA

1950/51

  • 3. Januar 1950
    Ein weiterer Zug mit Flugzeugteilen aus der Sowjetunion passiert den Bahnhof Oranienburg, bestimmt für die Einheit auf dem Flugplatz Oranienburg.
  • März 1950
    Die CIA schätzt aus Beobachtungen, dass in Oranienburg inzwischen ca. 20 Strahlflugzeuge stationiert sind, hauptsächlich MiG-15 und eine Jak-17. Außerdem befinden sich auf dem Platz weiterhin Jak-3 oder Jak-9 aus dem Altbestand des Regiments.
  • Mai 1950
    Vier Strahlflugzeuge stehen in der südöstlichen Ecke des Platzes. Ihre Triebwerke werden wiederholt für 2 Minuten angelassen, was große Staubwolken produziert. Es wird vermutet, dass diese Flugzeuge für einen Alarmstart bereit stehen.
  • 1950
    Eine Sendung von 10 Tonnen medizinischer Instrumente wurde vom Flugplatz Oranienburg zum Flugplatz Großenhain verschickt. Tatsächlich handelte es sich jedoch um Reseveteile für Flugzeuge.
  • Mitte 1950
    Weitere Züge mit Flugzeugteilen sind in Oranienburg angekommen. Es wird vermutet, dass mehr Strahlflugzeuge angekommen sind.
  • August 1950
    Von acht Eisenbahnwaggons, die auf der Stichbahn auf dem Platz standen, wurden große Holzkisten entladen, Jede Kiste war etwa 3x9 bis 10 Meter groß und hatte eine Ausbuchtung auf der Vorderseite. Sie wurden auf einer provisorischen Holzrampe gelagert. Eine Kiste wurde an der geraden Seite geöffnet und die Ruderanlage eines Düsenjägers mit gepfeilten Flügeln wurde identifiziert. Ab dem 21. August 1950 trafen sechs bis acht solcher Kisten täglich auf dem Platz ein.
  • Januar 1951
    Das sowjetische Jagdflieger-Regiment wird 30 Strahlflugzeugen und 6 einmotorigen Propeller-Kampfflugzeugen auf den Flugplatz Neuruppin verlegt.
  • Januar 1951
    Ein sowjetisches Bomber-Regiment verlegt vom Flugplatz Strausberg nach Oranienburg.
  • April 1951
    Der Flugplatz ist mit einem Bomber-Regiment belegt, das ca. 40 Flugzeuge Pe-2 hat.
  • April 1951
    Die ersten Il-28 kommen auf dem Platz an.
  • Mai 1951
    Es wird geschätzt, dass der Platz mit ca. 20 Pe-2 und 30 Il-28 belegt ist. Außerdem gibt es 4 bis 6 North American B-25 in Oranienburg.
  • September 1951
    Es wird geschätzt, dass ca. 40 Il-28 Beagle zum sowjetischen Bomber-Regiment Oranienburg gehören. Außerdem wird vermutet, dass sich das Aufklärungs-Regiment vom Flugplatz Schönwalde oder zumindest Teile davon zur Umschulung auf Il-28 in Oranienburg befinden.
  • Dezember 1951
    Das Sowjetische Bomber-Regiment verlegt mit seinen Il-28 zum Flugplatz Brand, der seit Anfang 1951 ausgebaut wurde. Es gibt Hinweise darauf, dass ein Teil des Regiments zum Flugplatz Finsterwalde verlegt wurde (Züge, die von Oranienburg nach Schacksdorf gingen, 9 Il-28 wurden im Januar 1952 zunächst in Finsterwalde beobachtet, in Brand flogen weniger Il-28 als ursprünglich in Oranienburg)
Die folgenden Bilder stammen aus einem Bericht der CIA aus dem April 1951 und zeigen die ersten Iljuschin Il-28 kurz nach deren Ankunft in Oranienburg.
Sowjetische Bomber Il-28 und North American B 25 auf dem Flugplatz Oranienburg
Sowjetische Bomber des Typs Il-28 und ein Flugzeug North American B 25 auf dem Flugplatz Oranienburg
Il-28 in Oranienburg
Zahlreiche Il-28 sind auf dem Platz verteilt
North American B 25 und Il-28
North American B 25 und Il-28
Iljuschin Il-28 Beagle
Iljuschin Il-28 Beagle
Flugzeuge auf dem Flugplatz Oranienburg
Flugzeuge auf dem Flugplatz Oranienburg
Il-28 Beagle
Il-28 Beagle

1952-1954

  • Januar 1952
    Auf dem Platz sind keine Flugzeuge stationiert. Es gibt Hinweise darauf, dass die Start- und Landebahn nicht mehr nutzbar ist und einen neuen Belag benötigt.
  • Februar 1952
    Der Flugplatz wird streng bewacht, die Sicherheitsmaßnahmen wurden verstärkt angeblich wegen eines Spionagefalls.
  • März 1952
    Es stehen keine Flugzeuge auf dem Platz, die Hangars sind geschlossen und auf dem Anschlussgleis stehen keine Wagen. Zunächst gibt es keine Anzeichen von Bauarbeiten. Mitte März werden die Grasflächen gepflügt, um neues Gras zu sähen. Ende des Monats kommt eine Einheit mit Baumaschinen am Platz an und es werden Vorbereitungen zum Bau einer Start- und Landebahn beobachtet.
  • Anfang April 1952
    Es wurde kein Flugbetrieb beobachtet. Die Hangars waren offen und wurden gereinigt. Eine Gruppe von fünf Vermessungsingenieuren unter der Leitung eines Offiziers wurde beobachtet.
  • 11. April 1952
    Auf dem Flugplatz schien eine militärische Feier abgehalten zu werden. Den ganzen Tag waren Schüsse auf dem Schießstand zu hören. Gegen 10 Uhr morgens spielte eine Militärkapelle. Zur gleichen Zeit landeten zwei Düsenjäger auf dem Platz, dessen Grenzen durch kleine Flaggen markiert waren. Die beiden Jäger starteten und landeten im Intervallen von ca. 30 Minuten bis ca. 17 Uhr. Vor jeder Landung wurde aus einer Pistole ein Bodensignal abgefeuert. Um 16.00 Uhr kreiste ein zweistrahliges Flugzeug in niedriger Höhe einmal über dem Platz.
  • Mai 1952
    Es werden noch keine Arbeiten beobachtet. Ende Mai finden Beratungen statt, wie die Start- und Landebahn zu erneuern ist.
  • Juni 1952
    Auf dem Flugplatz finden Vermessungsarbeiten statt, einschließlich der Verländerung der Start- und Landebahn nach Süden. Die Vermessung wird von zwei Firmen aus Saalfeld und Leipzig durchgeführt. Ende Juni wird der Beginn der Bauarbeiten auf Mitte Juli verschoben, da sich die Bauunion Leipzig angeblich weigert, den Auftrag zu übernehmen. Offenbar gibt es auch Verhandlungen mit der Bauunion Berlin.
  • Juli 1952
    Anfang Juli sind die Vermessungsarbeiten abgeschlossen. Die ursprüngliche Länge der Start- und Landebahn beträgt 2125 m, sie soll im Norden um 100 m und im Süden um 400 m verlängert werden. Mitte Juli wird die Bahn abgesteckt, einschließlich der Verlängerung nach Südosten über bestellte Felder. Am nordwestlichen Ende sind dagegen keine vorbereitenden Arbeiten erkennbar. Auf dem Platz treffen Arbeiter und Maschinen aus Leipzig ein.
  • August 1952
    Vom 12. bis 22. August arbeiteten auf dem Flugplatz Oranienburg rund 300 Arbeiter an Bauprojekten. Gearbeitet wurde von 6:30 Uhr bis 17:30 Uhr.
  • Vom 12. bis 22. August wurde die Stichbahn bei Annahof nach Süden bis zur Straße zwischen Wilhelminenhof und Antonienhof verlängert. Die Baustoffe wurden per Bahn zum Lagerplatz transportiert, wo der Beton aufbereitet werden sollte.
  • Auf der langen Start- und Landebahn wurde eine Schmalspurbahn verlegt, die vom nördlichen Ende der alten Start- und Landebahn bis zu einem Punkt auf Höhe Antonienhof führte. Eine Stichbahn führte zum Mischplatz und zu den Zementschuppen. Zwischen dem 12. und 22. August trafen drei Diesellokomotiven und eine motorbetriebene Walze ein.
  • Vom 12. bis 22. August wurde das Gebiet nördlich und südlich der Start- und Landebahnverlängerung von der Maschinen-Traktoren-Station gepflügt. Der Rasen wurde aufgestapelt und sollte verladen werden. Auf dem Flugplatz arbeiteten Nivellier- und Vermessungsteams.
  • Jeden Tag kamen Pferdefuhrwerke mit Brettern und Baumstämmen auf dem Feld an. Die Bretter und Stämme wurden in der Nähe der Zementschuppen gestapelt.
  • Etwa 500 Meter nordwestlich vom Wilhelminenhof wurde eine Rasenfläche von 30 x 400 Metern gepflügt. Dieser Bereich sollte zum Lagerplatz für Kies und Schotter werden. In zwei dort errichteten Holzschuppen sollte Zement gelagert und der Beton an dieser Stelle gemischt werden.
  • Die Aushubarbeiten für die nördliche und südliche Verlängerung der Start- und Landebahn begannen am 25. August 1952.
  • Am 28. August trafen drei Betonmischmaschinen, zwei neue Diesellokomotiven vom Typ IFA und eine Dampflokomotive auf der Schiene ein. .... Kies, Schotter und Zement wurden täglich zum Platz verladen.
  • Arbeiten zur Verbreiterung der Start- und Landebahn wurden nicht durchgeführt. Die zuvor beobachtete Markierung, die auf eine Verbreiterung der Start- und Landebahn hinweist, wurde entfernt.
  • Ende August wurden auf dem Baustofflager zwei Gebäude gebaut, eines für die Lagerung von Bruchsteinen, das andere für Kies.
  • Zwischen dem 28. August und dem 5. September wurden westlich des ersten Materiallagers auf dem Flugplatz Oranienburg zwei weitere Hallen errichtet. Auf den Schmalspur-Feldbahngleisen wurden vier Diesellokomotiven und 30 Wagen gezählt.
  • Ende August waren auf dem Flugplatz Oranienburg rund 400 Arbeiter und am 8. September rund 1.000 Arbeiter, darunter 200 Frauen, beschäftigt. Allen Arbeitern wurden Metallschilder ausgehändigt, die mit fortlaufenden Nummern versehen waren und die bei der Ausgabe von Werkzeugen vorgelegt werden mussten.
  • September 1952
    Am 01. September wurde mit dem Betonieren der nördlichen Verlängerung der Start- und Landebahn begonnen.
  • Nach dem 3. September trafen täglich rund 150 Eisenbahnwaggons mit Baustoffen auf dem Platz ein. Zement wurde aus Rüdersdorf und Steine aus Sachsen angeliefert.
  • Anfang September wurden alle schadhaften Stellen der Start- und Landebahn repariert. Am 4. September wurde diese Arbeit eingestellt. Die Asphaltdecke der alten Start- und Landebahn war ca. 10 cm dick. Am 3. September waren die Aushubarbeiten für die nördliche und südliche Verlängerung der Start- und Landebahn noch im Gange.
  • Am Morgen des 6. September wurden 23 Eisenbahnwaggons mit Kies, 3 Waggons mit Zement und 2 Waggons mit Bruchsteinen entladen.
  • Vom 9. bis 16. September 1952 waren auf dem Flugplatz Oranienburg rund 1.000 Arbeiter beschäftigt. Kies, Schotter, Schotter und Zement trafen kontinuierlich auf dem Platz ein.
  • Die alte Start- und Landebahn, die an vielen Stellen beschädigt war, wurde mit einer neuen Betonschicht abgedeckt. Die alte Betonschicht wurde mit Presslufthämmern entfernt. Die nördliche Verlängerung der Start- und Landebahn wurde noch nicht betoniert, da der ausgehobene Streifen noch mit Kies verfüllt werden sollte.
  • Nach dem 22. September wurde im Dreischichtbetrieb gearbeitet. Täglich kamen durchschnittlich 40 Wagenladungen Baustoffe wie Schotter, Kies und Zement auf das Baustofflager.
  • Die Sicherheitsmaßnahmen vor Ort wurden verschärft, nachdem der Radiosender RIAS zwischen dem 28. September und dem 4. Oktober einen übertriebenen Bericht über den Bau eines Flugplatzes in der Nähe von Oranienburg gesendet hatte. Zu Wachzwecken wurde die Volkspolizei eingesetzt. Plakate in Leegebruch informierten die Bevölkerung darüber, dass das Flugplatzgelände für alle Unbefugten gesperrt ist.
  • Oktober 1952
    Vor dem 10. Oktober wurde die alte Start- und Landebahn an mehreren Stellen neu befestigt. Dazu wurden fünf Mischmaschinen eingesetzt. .... etwa ein Drittel der Start- und Landebahn wurde erneuert.
  • Kies und Zement wurden verstärkt zum Flugplatz Oranienburg transportiert. Die Arbeiten zur Nivellierung des an das erste Drittel der Start- und Landebahn angrenzenden Geländes wurden begonnen, während im dritten Abschnitt der Start- und Landebahn Betonierarbeiten durchgeführt wurden. Die Betonierarbeiten an der alten Start- und Landebahn wurden fortgesetzt.
  • November 1952
    Am 20. November wurde die alte Start- und Landebahn bis auf einen 30 Meter langen Streifen fertiggestellt. Die Start- und Landebahn hatte eine Breite von 14 Betonplatten, von denen die 12 Mitteldecken jeweils 3,75 Meter breit waren, während die Platten sowohl am westlichen als auch am östlichen Rand 2,5 Meter breit waren. Damit hatte die Start- und Landebahn eine Gesamtbreite von 50 Metern. Alle Platten waren 6 Meter lang. Die nördliche Verlängerung der Start- und Landebahn, die eine Länge von 100 Metern hatte, wurde am 17. November fertiggestellt. Der 260 Meter lange Südausbau wurde bis zum 14. November mit Sand und Kies verfüllt. Vorarbeiten wie z.B. die Beplankung der Betondecken wurden abgeschlossen, mit den Betonierarbeiten wurde jedoch noch nicht begonnen. Dort wurde vor dem 20. November ein Streifen von 150 x 3,75 Metern betoniert. Die Platten in diesem Anbau hatten ebenfalls eine Länge von 6 Metern.
  • Dezember 1952
    Am 29. November 1952 wurden die Betonierarbeiten auf dem Flugplatz Oranienburg wegen des Frostes eingestellt. Nur wenige Arbeiter, die noch auf dem Platz beschäftigt waren, waren mit den Bauarbeiten am Zaun und dem Betonieren der südlichen Verlängerung der Start- und Landebahn beschäftigt. Der auf den 1. Dezember 1952 festgesetzte Termin für die Fertigstellung der Hauptpiste wurde nicht eingehalten.
  • Januar 1953
    Am 21. Januar 1953 explodierte eine große Bombe, angeblich 1000 Pfund, nahe der Kreuzung der Start- und Landebahn mit der Nordwest-Südost-Spur. Nach Angaben eines Feuerwehrmannes wurde der Zünder bereits von der Bombe entfernt und die Detonation erfolgte, als einige Russen den Sprengstoff entfernten. Ein mit Sprengstoff beladener Lastwagen, der in der Nähe der Bombe geparkt war, wurde durch die Detonation in die Luft gesprengt. Angeblich sind einige Sowjets und Deutsche bei dem Unfall ums Leben gekommen. Die Fensterscheiben der Häuser und der umliegenden Siedlungshäuser wurden zerbrochen. Der Bombenkrater hatte einen Durchmesser von etwa 15 Metern. Einen Tag nach dem Unfall gingen die SED-Genossen in den umliegenden Dörfern von Haus zu Haus und erzählten, dass nur eine Person getötet wurde und dass ansonsten kein ernsthafter Schaden entstanden sei.
  • August 1953
    Mitte August 1953 wurden Baumaschinen und -geräte auf dem Flugplatz Oranienburg verladen und angeblich nach Tutow und Schorfheide verbracht. Am 14. August wurden auch Lichtmasten und Feldbahngleise verladen. Die auf dem Platz verbliebenen Arbeiter führten Reparaturarbeiten an der Start- und Landebahn und den Rollwegen durch. Quelle erfuhr... von der Bauunion Leipzig, dass die Arbeiten auf dem Platz bis zum 15. August abgeschlossen sein mussten, die einzige Ausnahme war ein Hangar, der bis zum 01. September fertiggestellt sein sollte. Quelle stellte fest, dass der neue Verbindungsrollweg 660 m lang war. Eine Flugzeugdeckung wurde auf beiden Seiten des östlichen Teils dieses Rollweges beobachtet.
  • Mitte August wurden 13.000 Ostmark für Verbesserungsarbeiten an der Hans-Schemm-Schule im Sperrgebiet Weiße Stadt in Oranienburg vergeben. Das kommt zu den zuvor zugeteilten 12.000 Ostmarks hinzu.
  • Anfang August mussten die Aushubarbeiten für das Tanklager in der nordöstlichen Ecke des Platzes, parallel zum Kanal, eingestellt werden, da der Grundwasserspiegel in einer Tiefe von 1,6 m erreicht wurde. Quelle erfuhr, dass geplant war, den Boden bis zu einer Tiefe von 6 m auszuheben. Das Tanklager soll eine Kapazität von 1.000.000.000 Litern haben.
  • Die Quelle erfuhr, dass der Grundwasserspiegel auf dem Platz gestiegen war, weil die Sowjets die Entwässerungskanäle mit Erde oder Zement gefüllt hatten.
  • Bis Mitte August wurden 24 Flugzeugdeckungen fertiggestellt. ... dass keine Flugzeugdeckungen mehr errichtet werden, weil ein Teil der in den Verkleidungen verwendeten Fertigteile bei der Lieferung beschädigt wurden. Flugzeugdeckungen und Rollwege wurden mit Tarnanstrich versehen.
  • Am Morgen des 18. August traf auf dem Flugplatz Oranienburg eine Abnahmekommission bestehend aus Oberstleutnant R (Vorname unbekannt), mehreren Herren aus Werder und dem Bauleiter des Flugplatzes Schorfheide ein. Quelle erfuhr, dass die Start- und Landebahn und die Rollwege nicht abgenommen wurden, weil sie Risse und Unebenheiten aufwiesen. Ein neuer Abnahmetermin wurde auf den 31. August festgelegt.
  • Mitte August wurden die Bauarbeiten am Tanklager fortgesetzt. Am 20. August waren insgesamt 513 Arbeiter auf dem Platz beschäftigt. 50 Prozent der Arbeiter waren krank oder im Urlaub. Allen weiblichen Arbeiterinnen mit Ausnahme des Küchenpersonals wurde gekündigt.
  • Ende August gingen die Bauarbeiten in der nordöstlichen Ecke des Platzes, am Westufer des Kanals, weiter. Dort wurden vier Betonbauwerke gesehen, wahrscheinlich Fundamente. Vor dem 7. September wurden keine Flugzeuge auf dem Platz gesehen.

1955

Die Informationen aus dem Jahr 1955 stammen aus einem Geheimdienstbericht, den die CIA im Jahre 2009 freigegeben hatte, siehe Link auf das National Security Archive unten /CIA 1955/. Der Bericht besteht aus 13 Punkten sowie 6 Anmerkungen. Die Punkte wurden hier in chronologische Reihenfolge gebracht. Einzelne Passagen des Textes, der gesamte Unterpunkt 6 und die gesamte Anmerkung 3 sind zensiert. Im Text wird auch eine Anmerkung 7 referenziert, diese scheint aber bereits im Original zu fehlen.
  • 21.07.1955
    Zehn Il-28 oder U-Il-28 parkten auf dem Platz. Es waren nur teilweise Beobachtungen möglich. Einzelne Il-28 machten örtliche Flüge.
  • 21.07. - 01.08.1955
    Zwischen dem 21.07. und dem 01.08. wurden keine Veränderungen in der Belegung der Weißen Stadt beobachtet. Renovierungsarbeiten waren im Gange am ersten südlichen Treppenhaus von Gebäude Nr. 1. Die Büros von Oberstleutnant Borodulkin (Vorname unbekannt) und Major Ilyoyuk (Vorname unbekannt) waren im oberen Stockwerk dieses Treppenhauses. Das nördliche Treppenhaus von Gebäude Nr. 1, das bisher weibliche Angestellte beherbergt hatte, wird ebenfalls renoviert. Die weiblichen Angestellten wurden ins nächste Treppenhaus verlegt und das freigewordene Treppenhaus wurde als Schulungsraum für technisches Personal genutzt. Das Erdgeschoss, das zuvor Küche und Essensäle umfasste, wurde ebenfalls für einen unbekannten Zweck renoviert. Die drei nördlichen Treppenhäuser von Gebäude Nr. 1 waren auch in Sanierung. Dort war die Einrichtung einer zweiten Schule für russische Kinder vorgesehen. Nach der Renovierung war Gebäude Nr. 17 geplant zur die Aufnahme von Angehörigen von Offizieren.
  • 22. und 25.07.1955
    Es gab Flugbetrieb mit Il-28 oder U-Il-28. Geübt wurde der Formationsflug mit drei Flugzeugen und in Staffeln. Einige Flüge in nordöstliche Richtung wurden beobachtet. The Flugzeuge kehrten drei Stunden später zurück.
  • 23.07.1955
    Vom Muhrgraben ca. 500 nördöstlich von Leegebruch wurde eine Flak-Stellung beobachtet. Sie ist ausgestattet mit vier Flugabwehrkanonen und zahlreichen Zelten.
  • Anmerkung: Bisher wurde angenommen, dass zwei Batterien mit 37-mm-Flugabwehrkanonen für die Flugabwehr dieser Einrichtung eingesetzt sind. Das ist das erste Mal, dass die Existenz von 85-mm-Kanonen gemeldet wurde.
  • 25.07. bis 01.08.1955
    Es wird eingeschätzt, dass ca. 42 Il-28 oder U-Il-28 auf dem Flugplatz abgestellt sind. ... (Teile zensiert) ... Einzelne Il-28 machten örtliche Flüge.
  • 25./26.07.1955
    Die folgenden Beobachtungen wurden am 25. und 26. Juli an der Suchschweinwerfer-Postion gemacht: Die Stellung befand sich ca. 100 westlich der kleinen Siedlung, nördlich von Vogelweide und zwischen Zeisigstraße und Bachstelzenstraße. Elf Flächen wurden am provisorischen Gebäude dieser Scheinwerferposition errichtet. Ein Scheinwerfer mit einem Durchmesser von ca. 1,5 bis 1,8 m und bedeckt mit einer Plane wurde ca. 30 m südlich des provisorischen Gebäudes gesehen. Zwei kleine lieferwagenähnliche LKWs für Ausrüstung ... (zensiert) ... wurden ca. 50 m südöstlich und ca. 30 m westlich des provisorischen Gebäudes gesehen. Ein Mannschaftswagen ... (zensiert) ... parkte in dem Gebiet. Fünf Masten, 10 bis 12 m hoch und befestigt mit Abspanndraht befanden sich ca. 80 m nordöstlich des provisorischen Gebäudes.
  • Anmerkung: Die Fünfmast-Funkstation in der Nähe der Suchscheinwerfer-Stellung ist ein Peiler PKV 45.
  • 25.07.1955
    Aushubarbeiten für die neue Truppenunterkunft auf der Leegebrucher Seite des Oranienburger Flugplatzes begannen am 25.07.
  • 29.07.1955
    Es wurden 43 Il-28 oder U-Il-28 auf der Abstellfläche gezählt.
  • Flugzeug-Boxen gab es nahe des Hangars und entlang des Rollwegs, der zum Hangar führt.
  • 01.08.1955
    Il-28 ... (zensiert) ... parkten vor Hangar Nr. 3. Diese Flugzeuge hatten vertikale blau-graue Streifen an der Rudereinheit..
  • 01.08.1955
    Am 1. August standen ca. 20 Zelte ca. 80 m nordöstlich der im Bau befindlichen Truppenunterkunft. Sechs mit Planen bedeckte Flugabwehrkanonen wurden in einer Aushöhlung beobachtet, ca. 60 ... (unleserlich), ca. 50 Meter östlich der Zelte. Die Bedienmannschaften der Kanonen trugen rotumrandete schwarze Schulterstücke mit Artillerieabzeichen und sie errichteten Munitionslager aus runden Holzstämmen. Oberstleutnant Filiapov (Vorname unbekannt) war für die Leitung der Bauarbeiten verantwortlich.
  • Die Scheinwerferstellung befand sich ca. 80 m westlich der kleinen SIedlung ... (zensiert weil unleserlich) ... Eine weitere, 6 m hohe Stabantenne wurde ca. 80 m nördlich der ersten Antenne gesehen. 6 bis 8 Abspanndrähte führen in einer Höhe von 3 bis 4 Metern zu Pfahlkonstruktionen, die 3 bis 4 Meter hoch sind. Die Schweinwerferstellung ist mit einem Eindraht-Zaun eingezäunt, der ungefähr 60 bis 80 cm hoch ist. Verantwortlich für die Scheinwerferstellung ist Major Ilyeyuk (Vorname nicht bekannt). Von Major Ilyoyuk kam die Information, dass zwei weitere provisorische Gebäude an zwei weiteren Scheinwerfer-Stellungen errichtet werden sollen. Die Örtlichkeit der geplanten Projekte ist unbekannt.
  • 02.08.1955
    Zwischen 2045 und 2200 starteten zwei Formationen mit 6 Il-28. Es wurde nicht beobachtet, dass diese Flugzeuge zurückkehrten.
  • 02. bis 15.08.1955
    Zwischen dem 02. und 15. August wurden keine Veränderungen in der Belegung des Sperrgebiets Weisse Stadt beobachtet. Es wurden nur Wechsel innerhalb des Sperrgebiets gemacht. An drei Treppenhäusern des Gebäudes Nr. 2 waren Renovierungsarbeiten im Gang. Das Gebäude Nr. 2 war zuvor belegt von 150 Bodenpersonalen, die schwarzumrandete blaue Schulterstücke hatten und die nun in das Gebäude Nr. 9 verlegt wurden. Das letzte Treppenhaus von Gebäude Nr. 2 ist noch mit ca. 50 Mann belegt, die in das Treppenhaus Nr. 1 wechseln sollen, sobald es fertig gestellt sein wird. Nach der Renovierung von Gebäude Nr. 2 ist die Renovierung von Nr. 17 geplant. Arbeiter, die bei den Renovierungen in der Weißen Stadt beteiligt sind, glauben dass diese Arbeiten ungefähr Ende 1955 abgeschlossen sein werden.
  • Major Koslov (Name teilweise unleserlich) (Vorname nicht bekannt) war im oberen Stockwerk des 4. nördlichen Treppenhauses von Gebäude Nr. 5 untergebracht. Seine Büros sind im Erdgeschoss des ersten südlichen Treppenhauses von Gebäude Nr. 1.
  • Am 1. oder 2. August wurde im Erdgeschoss und oberen Stockwerk des ersten südlichen Treppenhauses von Gebäude Nr. 7 ein Hospital eingerichtet.
  • ... (Anfang zensiert) ... eine Wohnung im oberen Stockwerk des ersten südlichen Treppenhauses von Gebäude Nr. 15 wurde eingeplant, um in naher Zukunft einen General unterzubringen.
  • Die Mauern der vier südlichen Treppenhäuser von Gebäude Nr. 11 wurden abgerissen. Es ist geplant, dort eine zweite Schule für russische Kinder einzurichten.
  • (Die zugehörige Anmerkung 3 ist zensiert.)
  • 03.08.1955
    Zwischen 2115 und 2200 starteten drei Formationen mit 6 Il-28 und eine Formation mit 3 Il-28. Eine Rückkehr wurde nicht beobachtet.
  • 04., 08. und 09.08.1955
    Am 04., 08. und 09.08.1955 war ein lieferwagen-ähnlicher LKW ... () ...mit Stabantenne ca. 70 m südwestlich des Bahnhofs Eden geparkt. Die Stabantenne war 8 Meter hoch und hatte mehrere Verankerungen. An den genannten Tagen war das Geräusch eines laufenden Motors zu hören.
  • (Die hier referenzierte Anmerkung 7 scheint bereits im Original zu fehlen)
  • 04. und 09.08.1955
    Am 04. und 09. August konnten sechs mit Segeltuch bedeckte Flugabwehrkanonen und 19 Zelte in der Flakstellung auf der Leegebrucher Seite des Flugplatzes Oranienburg beobachtet werden.
  • 08.08.1955
    Ungefähr 36 Il-28 order U-Il-28 waren auf dem Flugplatz Oranienburg geparkt.
  • 13.08.1955
    Für die neue Truppenunterkunft auf der Leegebrucher Seite(?) des Flugplatzes wurden die Aushubarbeiten abgeschlossen und die Maurerarbeiten begannen. Die Arbeiten waren wegen fehlender Stromversorgung unterbrochen.
  • (Die zugehörige Anmerkung 2 ist größtenteils zensiert)
  • 15.08.1955
    Auf dem Flugplatz wurden insgesamt 42 Il-28 oder U-Il-28 ...(zensiert) ... gezählt.
  • Anmerkung 1: Der Flugplatz Oranienburg ist noch immer mit einem Bomber-Regiment und einem vermutlichen Aufklärungsregiment belegt. Beide sind mit insgesamt ca. 42 Il-28 ausgerüstet.

1959

  • 1959
    Oranienburg hätte im Falle eines Krieges die Priorität 95 als Ziel für US-Angriffe mit Atombomben auf die Flugplätze des Ostblocks (einschließlich Sowjetunion und China). Innerhalb Ostdeutschlands ("DDR") lag er damit zu diesem Zeitpunkt an dritter Stelle nach Groß Dölln (Priorität 70) und Werneuchen (Priorität 82).
    Quelle: /Targets 1959/

1960er Jahre

Situation

Der Flugplatz Oranienburg auf einer US-Karte aus dem Jahr 1969
Der Flugplatz Oranienburg auf einer US-Karte aus dem Jahr 1969 (Quelle: Earth Sciences and Map Library, University of California, Berkeley)

Übersicht

Flugplatz Oranienburg 1965
Am Sonntag 14.03.1965 ist die Landschaft um Berlin in Schnee gehüllt. - Die Startbahn in Oranienburg ist jedoch geräumt. (Quelle: U.S. Geological Survey)
Sowjetische Transportflugzeuge in Oranienburg
Vergrößerung: Auf dem Flugplatz Oranienburg stehen sowjetische Transportflugzeuge - (die Flugzeuge habe ich mit einem roten Punkt gekennzeichnet) (Quelle: U.S. Geological Survey)

Chronik

  • 22.06.1961
    Der sowjetische Fluglotse beim Berlin Air Safety Center (BASC) protestiert gegen eine US-amerikanische C-47, die den Flugplatz Oranienburg in 100 m überflogen und Flüge beeinträchtigt hat. Er verlangt die Abstellung. Die US-Mission stellt nach einer Untersuchung fest, dass die C-47 die Viermächte-Sicherheitsregeln nicht verletzt hat und informiert die Sowjets entsprechend.
    Quelle: /CIA Berlin 1961-06/

1970er Jahre

Situation

Der Flugplatz Oranienburg auf einer Karte des US-Verteidigungsministeriums aus dem Jahr 1972
Der Flugplatz Oranienburg auf einer Karte des US-Verteidigungsministeriums aus dem Jahr 1972 (Quelle: ONC E-2 (1972), Perry-Castañeda Library Map Collection, University of Texas at Austin /PCL MC/)

Übersicht

Sowjetischer Flugplatz Oranienburg auf einem Satellitenbild 1970
Der Flugplatz Oranienburg auf einem US-Satellitenbild vom 10.03.1970 - Die Landschaft ist schneebedeckt (Quelle: U.S. Geological Survey)
Sowjetische Flugzeuge auf dem Flugplatz Oranienburg
Abgestellte Flugzeuge im nordöstlichen Teil (Quelle: U.S. Geological Survey)
Flugabwehr-Stellung
Bei den sechs Punkten könnte es sich um eine Flugabwehr-Stellung handeln (Quelle: U.S. Geological Survey)
Sowjetische Transportflugzeuge
Auch im mittleren Teil sind Transportflugzeuge erkennbar (Quelle: U.S. Geological Survey)
Südlicher Teil vom Flugplatz
Südlicher Teil (Quelle: U.S. Geological Survey)

1980er und frühe 1990er Jahre

Start- und Landebahnen

Angaben für das Jahr 1990:
  • 16/34: 2500 m Beton

Funkfeuer

Angaben für das Jahr 1990:
  • FFF 16: 589 "HL"
  • NFF 16: 286 "H"

Flugfunk

Das Funkrufzeichen des Flugplatzes war ZADAR (ЗАДАР).

Einheiten

1990: 239 GwOVP (Mi-6, Mi-8, Mi-24)

Einrichtungen

Der Flugplatz hatte einen Gleisanschluss aus Richtung Nordwesten.
Flugabwehrraketenstellung bei Vehlefanz, ca. 6 km west-südwestlich.

Chronik

  • 24. Dezember 1984
    Vier sowjetische Hubschrauber Mi-8 versuchen ein Flugzeug der US Army zur Landung in Oranienburg zu zwingen. Das Flugzeug vom Typ UV-20 war in der Berliner Kontrollzone unterwegs, setzte aber seinen Flug fort und landete wieder in Berlin-Tempelhof.
    Quelle: /CIA/
  • 1988
    Mehrere Sichtungen von Mi-17 HIP H auf den sowjetischen Flugplätzen Stendal (3. Stoßarmee) und Parchim (2. Garde-Panzer-Armee) deuten darauf hin, dass diese Regimenter diese neueste HIP-Variante eines Angriffshubschraubers in ihren Bestand aufnehmen. Durch Vergleich der Bordnummern wurde festgestellt, dass einige dieser Hubschrauber vom sowjetischen Flugplatz Oranienburg stammen, der bisher einzigen Basis mit HIP H.
    Quelle: /USMLM 1988/

Heute

Nutzung heute

Geschlossen. Die ehemalige Start- und Landebahn wurde mit der Bundesstraße B96 überbaut. Das Flugplatzgelände dient als Industriegebiet und Solarpark.

Videos

Quellen

  • /USMLM 1988/:
    United States Military Liaison Mission: "Unit History 1988"

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