Zossen/Wünsdorf

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Flugplätze im Kalten Krieg: Zossen/Wünsdorf
von Bert Kondruß
Koordinaten: N521152 E0133114 (WGS84) Google Maps
Betreiber: GSSD/WGT

Lage Ort

Karte mit Lage des Landeplatzes
Deutschland im Kalten Krieg
Karte

Im Kalten Krieg

Nutzung

Landeplatz beim sowjetischen Hauptquartier.

Situation

Flugplatz Zossen/Wünsdorf auf einer Karte von 1969
Der Flugplatz Zossen/Wünsdorf auf einer US-Karte aus dem Jahr 1969 - (Quelle: Earth Sciences and Map Library, University of California, Berkeley)

Start- und Landebahnen

Angaben für das Jahr 1990:
  • 10/28: 1200 m Gras

Historie

CIA-Bericht vom Mai/Juli 1957

1. Ein neuer Landeplatz scheint etwa 3 km östlich des Stammlagers gebaut worden zu sein. Der Landeplatz befindet sich auf einer erhöhten Lage östlich der Straße Kallinchen-Zehrensdorf.
2. In der letzten Maiwoche des Jahres 1957 wurden drei Hubschrauber gesehen, die den Landeplatz jeden Tag genutzt haben.
3. Drei Antennenmasten, die etwa 15 bis 20 Meter hoch waren, standen in der Nähe eines T-förmigen Gebäudes auf dem Landeplatz. Von den Masten führten Drähte in das Gebäude.
4. Im Bereich zwischen dem T-förmigen Gebäude und dem neuen Flugplatz waren fünf Kofferanhänger, jeder mit einer korbförmigen Antenne auf dem Dach.
5. Die folgenden sowjetischen Offiziere waren im Gebäude Nr. 64 beschäftigt:
Oberstleutnant Kyruchin
Major Petrotovaka
Major Andreva
Skizze sowjetischer Flugplatz Wünsdorf-Zossen
Skizze aus dem CIA-Bericht aus dem Jahr 1957. Norden ist links. - Eingezeichnet sind u.a. der im Text erwähnte Flugplatz, das T-förmige Gebäude sowie die 5 Antennen, Quelle: CIA
Texte:
(Weg) Kallinchen - Zehrensdorf
Flugplatz liegt auf einem Höhengelände
Vom Erkunder pers. erkannte Radarstützpunkte
Erkunder war bis auf etwa 500 m am Flugplatz
Funkmasten
Quelle: /CIA RDP80T00246A035700080001-7/

CIA-Bericht über den 10. August 1957

1. Angefügt als Anhang "A" ist eine Skizze, die den Standort eines Landeplatzes zeigt, der gegenwärtig in der Nähe von ZOSSEN verwendet wird. Die Landebahn ist ca. 1 km lang und 50-60 m breit und wurde mit PSP (Pierced Steel Planking - gelochte Stahlbleche) gebaut.
2. Auf dem Landeplatz gibt es keine Hangars, aber ein großer Barrackenblock von 10 x 50 m wurde gebaut, um fliegendes Personal und eine Baueinheit zu beherbergen.
3. An der mit "X" markierten Stelle im Anhang "A" befindet sich eine Antenne auf einer Holzplattform. Skizzen dieser Antenne finden sich im Anhang "B". Vom Ort dieser Antenne laufen überirdische Kabel zum T-förmigen Gebäude im STAMMLAGER, ZOSSEN.
Anhang "A": Skizze aus dem CIA-Bericht aus dem Jahr 1957.
Texte:
Flugpl.Flugplatz
Kallinchen(Ort)
Rollbahn
Schöneiche(Ort)
Stützpunkt
Unterkunft
Zehrensdorf(Ort)
Zossen(Ort)
Anhang "B", Skizze 1 - Antenne auf dem Stützpunkt
Anhang "B", Skizze 2 - Antenne
Texte:
Höhe
Holzunterbau
Metallrahmen
Vorderansicht der Antenne auf Stützpunkt
Quelle: /CIA RDP80T00246A037500190001-5/

CIA-Bericht über den August 1957

(c) Aktuell gibt es eine Beton-Landebahn ca. 300 m lang. Der Rest der Landebahn ist ebene Erde, die geebnet und gewalzt wurde. Nivellierarbeiten werden noch am Westrand der Landebahn durchgeführt.
(b) Anfang August 1957 wurden auf dem Landeplatz insgesamt 13 Flugzeuge mit Doppelkolbenmotoren gesehen. Andere Ausrüstung war wie folgt:
- 1 Fahrzeug als Flugleitung verwendet;
- 1 ... als Büro eingerichtet;
- 1 ... ZIS 151;
- 5 Funk-LKW mit Peitschenantennen.
(c) Am nördlichen Rand des Landeplatzes wird ein Kasernenblock errichtet.
Quelle: /CIA RDP80T00246A037500200001-3/

Heute

Nutzung

Geschlossen.

Quellen

Literatur

  • Freundt, Lutz (Hrsg.), Büttner, Stefan: "Rote Plätze - Russische Militärflugplätze in Deutschland 1945 - 1994" AeroLit Verlag, 2007

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