Müncheberg: Flugplatz Eggersdorf

Eggersdorf

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KoordinatenN522848 E0140501 (WGS84) Google Maps
Ehemalige DDRBezirk Frankfurt/O
BundeslandBrandenburg
Location indicatorEDCE
Karte mit Lage Flugplatz Müncheberg Eggersdorf
Deutschland im Kalten Krieg Karte
Die Geschichte der Flugplätze im Kalten Krieg: Müncheberg
von Bert Kondruß

Im Zweiten Weltkrieg

Nutzung

Flugplatz der Luftwaffe.

Im Kalten Krieg

Nutzung

Von 1954 bis 1978 wurde der Platz von der Gesellschaft für Sport und Technik (GST) genutzt. Ab 1965/66 Flugplatz der Nationalen Volksarmee (NVA) der DDR, zunächst gemeinsam genutzt mit der GST, ab 1978 ausschließlich Reserveflugplatz der NVA für das Jagdgeschwader 8 und das Transportfliegergeschwader 44, beide stationiert auf dem Flugplatz Marxwalde.

1950er Jahre

Chronik

CIA-Bericht Oktober 1950

1. Der Flugplatz Müncheberg liegt in einem Dreieck gebildet durch Müncheberg (N53/V55), Eggersdorf (N53/V34) und Schönfelde (N53/V24), in Brandenburg. In der Vergangenheit wurde er von der Deutschen Luftwaffe genutzt und dient er als Reserveflugplatz der sowjetischen Luftstreitkräfte. Der Platz ist nicht für Düsenflugzeuge geeignet.
2. Auf dem Flugplatz Müncheberg sind ca. 500 Mann der sowjetischen Luftstreitkräfte stationiert. Es gibt keine dauerhaft stationierten fliegenden Besatzungen-
3. Der vorherrschende Wind am Platz ist Ost-Nordost bis Nordost. Es gibt eine Gras-Start- und Landebahn. Laternen dienen als Notbefeuerung bei Nachtflug.
4. Am Platz gibt es keine festen Gebäude. Im März 1950 wurde ein getarnter Dezentralisierungsbereich für Flugzeuge und zehn neue Barracken vorbereitet, die bis zum Herbst 1950 fertig gestellt werden sollten. Der Bau wurde von den am Flugplatz stationierten Einheiten der Sowjetarmee durchgeführt.
5. In Müncheberg gibt es einen Peiler.
6. Die Betankung erfolgt aus Tonnen oder Tankwagen, da es keine festen Tanks am Platz gibt.
7. ... waren jeden Tag ein oder zwei fremde Flugzeuge über dem Platz in Luft.
Quelle: /CIA RDP82-00457R006000120007-9/

CIA-Bericht September 1958

Es gibt einen Landeplatz bei Eggersdorf, südlich von Müncheberg.
Dieser Landeplatz wird für die Segelflugausbildung von GST-Mitgliedern genutzt.
An diesem Landeplatz sind vier Segelflugzeuge stationiert, zusammen mit zwei kleinen einmotorigen Flugzeugen zum Schleppen der Segelflugzeuge.
Es gibt einen kleinen Hangar für die Segelflugzeuge. An diesem Flugplatz gibt es keine Einrichtungen, keine neuen Bauarbeiten, keine Beton-Startbahn oder andere Flugplatz-Ausrüstung.
Quelle: /CIA RDP80T00246A044600030001-3/

1960er Jahre

Übersicht

Flugplatz Müncheberg Eggersdorf auf einem Satellitenbild 1965
Der südwestliche Teil vom Flugplatz Müncheberg Eggersdorf auf einem US-Satellitenbild vom 02.05.1965 - Blickrichtung ungefähr West (Quelle: U.S. Geological Survey)

1970er Jahre

Übersicht

Flugplatz Müncheberg Eggersdorf auf einem Satellitenbild 1970
Der Flugplatz Müncheberg Eggersdorf auf einem US-Satellitenbild vom 25.11.1970 (Quelle: U.S. Geological Survey)

1980er und frühe 1990er Jahre

Übersicht

Karte

Start- und Landebahnen

  • 06/24: 2350 m x 37,5 m Asphalt/Gras/Asphalt
  • 06/24: 2100 m x 30 m Gras
  • 06/24: 2100 m x 40 m Gras

Funkfeuer

  • FFF 24: 1148 "MG"
  • NFF 24: 273,5 "M"

Flugfunk

Das Rufzeichen war MESSING.

Telefon

Amt Müncheberg 405

Heute

Nutzung

Allgemeine Luftfahrt.
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