Fulda: Flugplatz US Army

Army Airfield AAF, Sickels Airfield

Nur zur geschichtlichen Information, nicht zur Navigation oder zum Fliegen verwenden!
Koordinaten: N503227 E0093825 (WGS84)
Karte: Google Maps
HNN: 1000 ft
Location Indicator: EDEX (1990)

Fulda war ein Flugplatz der US Army, der bis in die frühen 1990er Jahre als Hubschrauberbasis genutzt wurde. Er lag am strategisch bedeutsamen Fulda Gap, das vom Westen als wahrscheinlicher Ort für einen sowjetischen Panzerangriff angesehen wurde, weil das potenzielle Aufmarschgebiet des Ostens in Thüringen den kürzesten Weg zum für den Westen wichtigen Rhein-Main-Gebiet bot. In Fulda waren daher zahlreiche Transport-, Beobachtungs- und Kampfhubschrauber stationiert.
Der Flugplatz befand sich nur 19 km von der innerdeutschen Grenze entfernt und lag geografisch eigentlich in der ADIZ (Air Defense Identification Zone), der Luftüberwachungszone entlang der Demarkationslinie. Jedoch war das Gebiet um Flugplatz bis zu einer Höhe von 2000 Fuß von der ADIZ ausgenommen, vermutlich um den Flugbetrieb zu vereinfachen. Heute ist der Flugplatz geschlossen und auf dem Gelände befindet sich der neu entstandene Stadtteil Fulda-Galerie. Der ehemalige Kontrollturm und das Feuerwehrgebäude sind noch erhalten.

Lage Ort

Bundesland Hessen.
Deutschland im Kalten Krieg

Im Kalten Krieg

Nutzung

Flugplatz der US Army.

Situation

Das Fulda Army Airfield (AAF) auf einer Karte des US-Verteidigungsministeriums aus dem Jahr 1972 - Der blaue gepunktete Streifen ca. 20 km östlich von Fulda ist die innerdeutsche Grenze. Die blaue Linie ungefähr 11 km westlich des Platzes ist die reguläre ADIZ-Grenze. Das sechseckige Symbol 8 km nordwestlich ist das Funkfeuer Fulda VORTAC. 32 km nordöstlich vom Flugplatz steht das Mansbach TACAN am Beginn des südlichen Korridors nach Berlin. (ONC E-2 (1972), Perry-Castañeda Library Map Collection, University of Texas at Austin /PCL MC/)

Übersicht

Karte des Flugplatzes aus dem Jahr 1984
09/27Start- und Landebahn, 2200 Fuß lang (671 m), 70 Fuß breit (21 m)
Kreis mit KreuzDie Markierung auf der Start- und Landebahn bezeichnet den Flugplatz-Bezugspunkt (mit den Koordinaten)
OVERRUNS ARE SODDie Überrollflächen an beiden Enden der Start- und Landebahn sind Gras
REFLECTORRadar-Reflektoren
A/B/C RAMPAbstellflächen
D/E/SOUTH SODGrasflächen
PARKINGDie Vierecke im Süden markieren einzelne Abstellflächen
TRANSIENT PARKINGAbstellflächen für fremde Luftfahrzeuge
HOT REFUELStandplatz zum Betanken bei laufendem Triebwerk
Stern-SymbolRotierendes Flugplatz-Leuchtfeuer
TWRKontrollturm (Tower)
GCAAnflugradar (Ground Controlled Approach)
WXWetterstation
OPSBase Operations
TENTSZelte
MOTOR POOLFahrzeugpark
BILLETSUnterkünfte

Start- und Landebahnen

Angaben für das Jahr 1971:
  • 09/27: 671 m x 21 m Asphalt
Ende der 1980er Jahre wurde aufgrund der sich geänderten magnetischer Richtung die Bezeichnung der Start- und Landebahn von 09/27 auf 08/26 gewechselt.
Angaben für das Jahr 1990:
  • 08/26: 616 m x 21 m Asphalt

Befeuerung

Der Flugplatz hatte ein rotierendes Flugplatz-Feuer. Die Start- und Landebahn hatte Lichter an den Seiten.

Funkfeuer

Bis zum Ende der 1960er Jahre stand ca. 4 km südöstlich des Platzes das ungerichtetes Funkfeuer (NDB) mit der Kennung FUL. Erst Ende der 1980er Jahre bekam das Fulda Army Airfield ein eigenes ungerichtetes Funkfeuer mit der Kennung FDA, das direkt am Platz stand.
Angaben für das Jahr 1990:
  • DVORTAC: 112.1 "FUL", 141°/4.2NM to fld
  • NDB: 441 "FDA", am Platz

Radar

Fulda verfügte seit Ende der 1970er über ein Anflugradar mit Flughafen-Rundsichtradar (ASR) und Präzisionsanflugradar (PAR).

Telefon

Rufnummern in den militärischen Telefonnetzen der US-Streitkräfte:
Military 2364-548/748/814 (1970s)
DSN 321-3xxx (1990)

Einheiten

4-11 ACR (12th Avn Bde, V Corps) 26 AH-1F, 27 OH-58C, 17 UH-60A, 3 EH-60C (1990)

Heute

Nutzung

Geschlossen.

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