Ahlhorn: Fliegerhorst

RAF Ahlhorn

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Die Geschichte der Flugplätze im Kalten Krieg: Ahlhorn
von Bert Kondruß
Koordinaten: N525320 E0081400 (WGS84) Google Maps
HNN: 162 ft
Location Indicator: EDNA, ETNA, EDHA

Lage Ort

Karte mit Lage Flugplatz Ahlhorn
Deutschland im Kalten Krieg
Karte

Allgemein

Ahlhorn war im Ersten Weltkrieg ein Luftschiffhafen und im Zweiten Weltkrieg ein Flugplatz der Luftwaffe. In den 1950er Jahren wurde der Platz von der britischen Luftwaffe ausgebaut und genutzt. In den späten 1950er Jahren wurde Ahlhorn an die Deutsche Luftwaffe übergeben, die ihn über die Jahre mit Kampf-, Transport- und Hubschraubereinheiten belegte. Ende der 1970er Jahre wurde der Platz zusätzlich Forward Operating Location für Kampfflugzeuge A-10 Thunderbolt der US Air Force. Die fliegerische Nutzung endete in den frühen 1990er Jahren. Ende 2005 wurde die Anlage von der Bundeswehr verlassen.

Im Zweiten Weltkrieg

Nutzung

Flugplatz der Luftwaffe.

Situation

Der Fliegerhorst Ahlhorn im Zweiten Weltkrieg auf einer US-Karte aus dem Jahr 1943 - (McMaster University Library Digital Archive, Lizenz: Creative Commons Attribution-NonCommercial 2.5 CC BY-NC 2.5 CA /MULDA/)

Übersicht

Der Fliegerhorst Ahlhorn auf einer US-amerikanischen Karte aus dem Jahre 1951 - Die Karte dürfte den Ausbauzustand der 1940er Jahr mit drei Start- und Landebahnen darstellen. Auffallend ist der mehrfach abknickende Verlauf der Anschlussbahn im Süden (AMS M841 GSGS 4414, Courtesy Harold B. Lee Library, Brigham Young University /BYU/)

Im Kalten Krieg

RAF Ahlhorn (- 1958)

Nutzung

Die Royal Air Force (RAF) nutzte den Platz Ahlhorn bis 1958.

Übersicht

RAF Ahlhorn auf einer Karte aus dem Jahr 1956 - Die Anflugsektoren der drei britischen Flugplätze Ahlhorn, Oldenburg und Jever sind durch Sperrgebiete geschützt. Das weiße "E" im Kreis symbolisiert das von den Briten damals genutzte Eureka-Funkfeuer. Das Viereck um das Flugplatzsymbol mit dem darunter stehenden "V" weist einen UKW-Funkpeiler aus. Der schwarze Stern steht für das auf britischen Flugplätzen übliche codierte Leuchtfeuer.

Befeuerung

Rotes Flugplatzfeuer mit Morsecode AN

Funkfeuer

  • NDB: 282 "AN", Leistung 30 W
  • Eureka: 218R, 213T "AN"

Radar

GCA

Flugfunk

  • Approach 130.68, 111.42, 117.9, 121.5, 133.38, 152.1, 111.78
  • Tower 133.38, 111.42, 117.9, 130.68

Luftraum und Verfahren

Flugbetriebszeiten Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 07:00Z bis 16:00Z, Mittwoch und Samstag von 07:00Z bis 11:00Z

Fliegerhorst Ahlhorn (1958 -)

Situation

Der Fliegerhorst Ahlhorn auf einer Karte des US-Verteidigungsministeriums aus dem Jahr 1972 - Hier noch nicht dargestellt sind die erst später erbauten Autobahnen A 1 und A 29, die südlich und westlich am Platz vorbei führen. Damit fehlt auch der etwas weiter nördlich an der A 29 gelegene Notlandeplatz Ahlhorn (ONC E-2 (1972), Perry-Castañeda Library Map Collection, University of Texas at Austin /PCL MC/)

Übersicht

Karte aus dem Jahr 1984 - Im Westen ist die dreieckige Grundform noch zu erkennen.

Start- und Landebahnen

Angaben für das Jahr 1990:
  • 09/27: 2101 m x 45 m Asphalt/Beton

Funkfeuer

Angaben für das Jahr 1971:
  • NDB: 290 "AHL"
Angaben für das Jahr 1990:
  • NDB: 361 "HHN", to RWY 27
  • NDB: 290 "AHL", to RWY 09
  • TACAN: CH17 "AHL"
  • ILS 27: 109.3 "AHL"

Radar

ASR, PAR

Luftraum und Verfahren

HI NDB Anflug auf die Landebahn 09 (1973). Quelle: DoD Flight Information Publication (Terminal) - High Altitude Instrument Approach Procedures Europe and North Africa, effective 16 August 1973 to 13 September 1973

Einheiten

Einheiten 1990:
HTG 64 UH-1D
Det 3, 10th TFW A-10

Bilder

Die nachfolgenden Bilder entstanden im Mai 1983 während der Übung CHECKERED FLAG '83. Quelle: Department of Defense, Scene Camera Operator: TSGT G. Dennis Plummer
Blick über den Platz von Ost nach West
Ausschnittsvergrößerung: Leiterförmiger Abstellbereich im Norden
Ausschnittsvergrößerung: Shelterbereich im Süden
Zum Laden der 30-mm-Kanone GAU-8/A der A-10 Thunderbolt II zieht ein Wart einen Munitionslader in Position
Warte nutzen einen Munitionslader zum Laden der 30-mm-Kanone GAU-8/A der A-10 Thunderbolt II
Ein Munitionswart hängt eine Rakete AGM-5 Maverick an die Tragflächenaufhängung einer A-10 Thunderbold II
Nach der Ankunft entfernen Wartungsmannschaften einen Tragflächentank von einer A-10 Thunderbolt II der Air Force Reserve aus Barksdale.
Soldaten der British Army verlegen von einem 4-Tonnen-LKW Bedford Mark 4x4.eine portable Straße vom Typ Class 30 Trackway
Ein Hubschrauber AH. Mark 1 Gazelle der British Army schwebt in geringer Höhe über den Boden

Heute

Nutzung

Flugplatz für die allgemeine Luftfahrt.

Übersicht

Landsat-Bild aus dem Jahr 2016 - Auf beiden Seiten der Start- und Landebahn stehen Solarmodule - Objekt in Google Maps öffnen

Links

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