Köthen: Flugplatz

Аэродром Кетен

Nur zur geschichtlichen Information, nicht zur Navigation oder zum Fliegen verwenden!
Progressive Muskelentspannung Stuttgart
Koordinaten: N514317 E0115752 (WGS84)
Karte: Google Maps
HNN: 304 ft
Betreiber: GSSD/WGT

Lage Ort

Bundesland Sachsen-Anhalt.

Im Zweiten Weltkrieg

Nutzung

Fliegerhorst der Luftwaffe.

Übersicht

Der Flugplatz Köthen auf einer US-amerikanischen Karte aus dem Jahre 1951 - Erkennbar sind die Gebäude des alten Fliegerhorstes und die Anschlussbahn. (AMS M841 GSGS 4414, Courtesy Harold B. Lee Library, Brigham Young University /BYU/)

Im Kalten Krieg

Nutzung

Flugplatz der sowjetischen Luftstreitkräfte.

Situation

Der Flugplatz Köthen auf einer Karte des US-Verteidigungsministeriums aus dem Jahr 1972 - Die blauen Linien kennzeichnen den südlichen alliierten Luftkorridor von und nach Berlin (ONC E-2 (1972), Perry-Castañeda Library Map Collection, University of Texas at Austin /PCL MC/)

Übersicht

Köthen Anfang der 1990er Jahre - Die grundsätzliche Anlage des alten Fliegerhorstes ist noch gut zu erkennen. Allerdings hatte sich der Flugplatz gegenüber der Karte von 1951 inzwischen weit nach Westen ausgedehnt.

Start- und Landebahnen

Angaben für das Jahr 1990:
  • 09/27: 2500 m x 60 m Beton
  • 09/27: 2500 m x 75 m Gras

Funkfeuer

Angaben für das Jahr 1990:
  • RSBN
  • FFF 27: 350 "RC", 4080 m
  • NFF 27: 718 "R", 1150 m
  • FFF 09: 350 "GX", 4100 m
  • NFF 09: 718 "G", 1000 m

Flugfunk

Rufzeichen: SIMNIK (1967), SEMELNI (1990)
Auf einer Karte mit Wetterstationen, die Anfang der 1990er Jahre in der Flugleitung am Sperenberg: Flugplatz hing, war für Köthen der Name SENITNYI eingetragen (= Tarnname der Wetterstation Köthen?)

Standardflugstrecken

"Flüge der LSK/LV der NVA und der LSK der GSSD im Rahmen der Gefechtsausbildung sind entsprechend der Grafik der Flugtage / -nächte auf der Grundlage der "Hauptflugregeln zum Fliegen im Luftraum der Deutschen Demokratischen Republik" auf Standardflugstrecken in den dazu festgelegten Flughöhen durchzuführen. ..." (Quelle: "Verzeichnis der Standardflugstrecken der LSK/LV der NVA und der LSK der GSSD"
Stand 1989:
203 Köthen, Ballenstedt, Grabow, Ziesar, Köthen
Höhe: 600 - 1850 m (unter dem zeitweiligen Luftverbindungsweg 300 m)
Abfangabschnitt: Ermsleben, Ballenstedt, Grabow, Ziesar
204 Köthen, Nauen, Wolmirstedt, Köthen
Höhe: 4900, 5500 m
Abfangabschnitt: Buschow, Colbitz
205 Köthen, Bitterfeld, Holzdorf, Golssen, Baruth, Schießplatz Heidehof, Markendorf, Schweinitz, Köthen
Höhe: zum Schießplatz 300 m, Rückflug 3650 m (Steigflug über dem Schießplatz)
206 Köthen, Wolfen, Trossin, Schildau, Schießplatz Belgern, Torgau, Köthen
Höhe: zum Schießplatz 300 - 1200 m, Rückflug 4250 - 5500 m (Steigflug über dem Schießplatz)
207 Köthen, Aschersleben, Erfurt, Ortrand, Köthen
Höhe: 7900, 8550, 11900 - 18000 m
Höheneinnahme: Traverse Sangerhausen minimal 7900 m
Abfangabschnitt: Sangerhausen, Großenhain
Die Linie Altenburg, Hoyerswerder ist nach Süden nicht zu überfliegen

Einheiten

73 GwIAP: MiG-29, MiG-29UB, MiG-23UB (1990)

Liegenschaften

Der Flugplatz hatte eine Fläche von 259,65 ha.

Historie

  • Februar 1966 Beobachtung der US-Militärmission: "Ein Luftverteidigungsregiment wurde von Zerbst nach Köthen verlegt" Quelle: /USMLM 1966/
  • März 1966 Beobachtung der US-Militärmission: "Ein USMLM Air Team machte die ersten Sichtungen von Langstrecken-Jagdflugzeugen (Jak-28P) FIREBAR, als die Flugzeuge beim Start in FINOW beobachtet wurden, auf ihrem Weg zu einer Verlegung nach KÖTHEN." Quelle: /USMLM 1966/

Heute

Nutzung

Allgemeine Luftfahrt und Solarpark

Links

Literatur

  • Ries, Karl; Dierich, Wolfgang: "Fliegerhorste und Einsatzhäfen der Luftwaffe" Motorbuch Verlag Stuttgart, 1993 - Alliierte Planskizze vom Flugplatz Köthen
  • /USMLM 1966/:
    United States Military Liaison Mission: "Unit History 1966"
  • Freundt, Lutz: "Sowjetische Fliegerkräfte in Deutschland 1945-1994, Band 2" Freundt Eigenverlag, Diepholz 1999 - Beschreibung, Bilder, Luftbilder von 1953 und 1991
  • Freundt, Lutz (Hrsg.), Büttner, Stefan: "Rote Plätze - Russische Militärflugplätze in Deutschland 1945 - 1994" AeroLit Verlag, 2007 - Beschreibung, Bilder, Luftbilder von 1953 und 1991

Flugplätze in der Umgebung

Folge mil-airfields auf Facebook