Böblingen: Maintenance Facility Army Heliport AHP

Flugplatz Böblingen, Flughafen Stuttgart-Böblingen, Flugfeld

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Koordinaten: N484125 E0085945 (WGS84)
Karte: Google Maps

Lage Ort

Bundesland Baden-Württemberg.

1915 bis 1918: Militärflugplatz

Flugplatzkarte

Eingenordetes Luftbild vom 28.08.1917 - Im Süden ist der Flugplatz markiert. Im Norden befand sich auf dem Gebiet von Sindelfingen das Flugzeugwerk der Daimler-Motoren-Gesellschaft (DMG), dessen Grenze nicht eindeutig bestimmbar ist. Offenbar gab es keine direkte Verbindung zwischen den Rollfeldern, da sich zwischen Flugplatz und Flugzeugwerk Gewässer befinden /LABW 1-841405-1/
Flugplatzkarte 1918? - /LABW 1-840843-1/
Vergrößerung nordöstlicher Teil - Die hier gezeigten Hangar-Nummern weichen von denen auf den Fotos ab /LABW 1-840843-1/
Vergrößerung südlicher Teil am Bahnhof - Gestrichelt ist der Eisenbahn-Anschluss eingezeichnet, für den die beiden Gebäudeteile abgerissen werden mussten, durch die er hindurchführt /LABW 1-840843-1/
Luftbild vom 21.08.1918, Blickrichtung Nordosten - Unten rechts ist der Bahnhof Böblingen zu sehen, oben links die Halle des Flugzeugwerks in Sindelfingen /LABW 1-840838-1/

Bilder

Bilder vom Flugplatz

Flugzeuge:
/LABW 1-840787-1/
Ausschnittsvergrößerung: Im Vordergrund möglicherweise ein Flugzeug vom Typ Albatros D V:
/LABW 1-840787-1/
In der nordöstlichen Ecke:
/LABW 1-840788-1/
Ausschnittsvergrößerung: Feldbahn:
/LABW 1-840788-1/
Luftbild vom 30.01.1918:
/LABW 1-840800-1/
Ausschnittsvergrößerung 30.01.1918:
Zwei Hangars befinden sich noch im Bau. Die rot markierten Gebäudeteile werden wenig später für den Eisenbahnanschluss abgerissen /LABW 1-840800-1/
Luftbild vom 05.04.1918:
/LABW 1-840809-1/
Ausschnittsvergrößerung 05.04.1918:
Bahnhof Böblingen und Einfahrt zum Flugplatz. Die Hangars sind fertig. Zwei Güterwagen zeugen davon, dass der Eisenbahnanschluss nun durchgängig befahrbar ist, die Gebäudeteile wurden abgerissen /LABW 1-840809-1/
Luftbild vom 26.09.1918:
Gebäude im südlichen Teil /LABW 1-840842-1/

Bilder vom Flugzeugwerk der Daimler-Motoren-Gesellschaft (DMG) in Sindelfingen

Luftbild vom 28.05.1918:
Oben links befindet sich das Daimler-Motorenwerk. Rechts der Halle liegt der Bahnhof Sindelfingen /LABW 1-843342-1/
Ausschnittsvergrößerung: Flugzeuge vor der Halle:
/LABW 1-843342-1/
 
Ausschnittsvergrößerung: Unvollständiges Flugzeug:
Im Gelände liegen Feldbahngleise /LABW 1-843342-1/
Flugzeugwerk in Sindelfingen am 21.08.1918:
Inzwischen wurde ein Gebäude vor der Halle errichtet /LABW 1-840838-1/

192x bis 1945: Flughafen und Fliegerhorst

Allgemein

Von Mitte der 1920er bis in die späten 1930er Jahre wurde der Platz als "Landesflughafen Stuttgart-Böblingen" genutzt. Nachdem der zivile Luftverkehr auf den neu erbauten Flughafen Echterdingen wechselte, wurde Böblingen bis 1945 ausschließlich als Fliegerhorst genutzt.

Flugplatzkarte

Flugplatz-Karte von 1928 - /FHB 1928/
Luftbild aus dem Jahr 1934 - Am linken Rand ist das ausgelegte "S" zu erkennen.

Flugbetriebsflächen

Gute Grasnarbe; kleinste Rolllänge 1000 m in Südost-Richtung.
In der Mitte des Rollfeldes Rauchofen und "S" mit Ring aus 8 Zement-Segmenten gleichmäßig auf einen Kreis von 350 m Radius vom Mittelpunkt S aus verteilt. Landezeichen liegt ständig aus. Rollfeldgrenze durch rotweiß gestrichene Tafeln bezeichnet.
/FHB 1928/

Befeuerung

Ständige Nachtbefeuerung nicht vorhanden. Auf Anforderung bei Polizeiflugwache Böblingen Landefeuer (Fackeln). Es ist zwischen zwei grünen auf eine rote Fackel hin zu landen.
/FHB 1928/

Flugfunk

Rufzeichen "aet". 1 Sender für Funkverkehr mit Flugzeugen. 1 Fremdpeilanlage (im Bau)
/FHB 1928/

Einrichtungen

Hallen:
1 Flugzeughalle 60 x 30 m,
1 Flugzeughalle 66 x 22 m.
Die Hallen enthalten Hebevorrichtungen für 0,5 und 1,0 t Tragfähigkeit.
Werkstätten: Enthalten alle zur Reparatur von Metall- und Holzflugzeugen erforderlichen Maschinen und Werkzeuge. Elektr. Strom: 220 bzw. 440 Volt Drehstrom. 16 kW Ladeeinrichtung. Ersatzteile für alle Flugzeug- und Motorenmuster der Deutschen Luft Hansa vorrätig.
Betriebsstoffanlagen: Für 78000 und 92000 l Benzin und Benzol. Mischvorrichtungen, Zapfstelle und Tankwagen vorhanden.
Unterbringung von Fluggästen: Im Flughafenhotel.
Erste Hilfe bei Unglücksfällen: Sanitätsraum mit Heilgehilfen vorhanden. Nächster Arzt in Böblingen (1/2 km Entfernung).
Gleisanschluss: Stirn- und Seitenrampe vorhanden.
Zoll, Post, Paßstelle: Zollstelle und Posthilfsstelle mit Fernsprecher und telefonischer Telegrammübermittlung vorhanden. Paß-Kontrolle durch Polizeiflugwache.
Verbindungen: Zubringerdienst zur Zeit planmäßiger Starts und Landungen. Kraftdroschken auf Bestellung im Flughafenhotel zu erhalten.
/FHB 1928/

Bilder

Ab 1945: Hubschrauberlandeplatz der US Army für die Maintenance Facility

Nutzung

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gelände des ehemaligen Flugplatzes von der US Army genutzt, u.a. wurde hier ein Instandsetzungswerk betrieben (Maintenance Facility). Dieses Werk hatte einen Hubschrauberlandeplatz, der seit ungefähr Mitte der 1970er Jahre in US-Unterlagen ausgewiesen war.

Flugplatzkarte

Der Hubschrauberlandeplatz Böblingen auf einer Sichtflug-Karte des US-Verteidigungsministeriums von 1984. Man erkennt, dass der Hubschrauberlandeplatz innerhalb der Kontrollzone Stuttgart lag.

Flugfunk

Zur Landung soll Nellingen Radio gerufen werden (Mitte der 1980er) bzw. Stuttgart Base Ops (Anfang der 1990er).

Telefon

Military 2725-263/894 (Mitte der 1970er),
Military 2725-409/894 (Anfang der 1980er),
Military 2725-425/789 (Mitte der 1980er),
ETS 431-2425/2789 (Anfang der 1990er).

Luftraum und Verfahren

Zur Nutzung ist 24h vorher eine Genehmigung erforderlich (PPR).
Lärmvermeidung: Der Überflug bebauter Gebiete unter 2500 ft MSL sollte vermieden werden.

Bilder

Fotos aus dem Jahr 2001, knapp 10 Jahre nach dem Abzug der US Army.
Hauptzufahrt:
Das alte Schild ist im Jahr 2001 noch vorhanden.
Gebäude:
Das Gelände wurde im Jahr 2001 vorwiegend zum Abstellen von Autos genutzt.
Alte Flugleitung:
Ausfahrt:
Die Straßenverhältnisse sind heute ok.

Heute

Nutzung heute

Geschlossen, heute Entwicklungsgebiet "Flugfeld".

Bilder

Foto aus dem Jahr 2005
Im Jahr 2005 steht ein Windsack auf dem alten Flugplatzgelände. Wofür?

Links

Quellen

Links

Literatur

  • /FHB 1928/:
    : "Flughandbuch für das Deutsche Reich" Herausgegeben vom Reichsverkehrsministerium (1928)

Flugplätze in der Umgebung

  • 291°/0,8km Sindelfingen: Hubschrauberlandeplatz Autowerk
  • 232°/1km Böblingen: Flugplatz/Segelfluggelände Hulb
  • 236°/2km Böblingen: Flugplatz/Segelfluggelände Dagersheim
  • 037°/3km Sindelfingen: Hubschrauberlandeplatz Krankenhaus
  • 089°/3km Böblingen: Hubschrauberlandeplatz Krankenhaus
  • 101°/4km Böblingen: Panzer Army Heliport AHP
  • 050°/8km Stuttgart: Hubschrauberlandeplatz Patch Barracks
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  • 028°/12km Gerlingen: Hubschrauberlandeplatz Krankenhaus Schillerhöhe
  • 331°/12km Malmsheim: Landeplatz SAR-Hubschrauber
  • 331°/12km Malmsheim: Flugplatz
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  • 219°/14km Herrenberg: Hubschrauberlandeplatz Krankenhaus
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  • 193°/16km Ammerbuch: Flugplatz/Segelfluggelände Poltringen
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  • 051°/17km Stuttgart: Hubschrauberlandeplatz Katharinenhospital
  • 090°/17km Stuttgart: Flughafen (Echterdingen Army Airfield AAF)
  • 170°/18km Tübingen: Hubschrauberlandeplatz Uniklinik
  • 171°/18km Tübingen: Hubschrauberlandeplatz Unfallklinik
  • 183°/19km Tübingen: Flugplatz/Segelfluggelände Unterjesingen
  • 279°/19km Calw: Hubschrauberlandeplatz Krankenhaus
  • 339°/19km Weissach: Hubschrauberlandeplatz Entwicklungszentrum
  • 045°/20km Stuttgart: Hubschrauberlandeplatz Robert-Bosch-Krankenhaus RBK
  • 045°/20km Stuttgart: Robinson Bks AHP
  • 073°/20km Ostfildern: Hubschrauberlandeplatz Krankenhaus Ruit
  • 081°/20km Nellingen: Hubschrauberlandeplatz US Army (Army Heliport AHP)
  • 211°/20km Hailfingen: Fliegerhorst
  • 245°/20km Wildberg: Flugplatz/Segelfluggelände Wächtersberg
  • 253°/20km Wildberg: Flugplatz/Segelfluggelände
  • 060°/21km Stuttgart: Hubschrauberlandeplatz Autowerk